Ansicht Landhaus, Text: 40 Jahre eigenständig. Hauptsache Niederösterreich


HAUPTSTADT ALS IDEE, 
NICHT ALS ADRESSE.

 

Vierzig Jahre Landeshauptstadt St. Pölten sind weit mehr als ein Jubiläum. Sie markieren einen Wendepunkt in der Geschichte Niederösterreichs – politisch, kulturell, gesellschaftlich. 
Die Entscheidung für eine eigene Landeshauptstadt war nie bloß eine Standortfrage. Sie war eine Grundsatzentscheidung: für Eigenständigkeit, für Selbstbewusstsein, für ein Land, das sich nicht länger über ein anderes definiert.


 


Portrait Johanna Mikl-Leitner
 


Die Landeshauptstadt gab Niederösterreich sein Zentrum. Unser Land wurde sichtbar: Verantwortung, Entscheidungskraft und selbstbewussten niederösterreichischen Identität. Der Gewinn liegt bei den Menschen in der Stadt und den Regionen.
 
Portrait Erwin Pröll
 
Aus der Stadt wurde ein Zentrum, Standort zentraler Institutionen, Ort wichtiger Entscheidungen. St. Pölten wurde Herz der Verwaltung, Bildung, Gesundheit und Kultur. Int. Gäste und Konferenzen haben St. Pölten und NÖ in Europa sichtbar zu machen.


 

HAUPTSTADT ALS 
IDENTITÄTSANKER

 

Vierzig Jahre Landeshauptstadt St.Pölten  waren nicht nur ein Beschluss, sie erzählen eine größere Geschichte: die Geschichte eines Landes, das seinen Mittelpunkt gefunden hat – und dadurch erst wirklich ganz geworden ist.

EIN LAND OHNE HAUPTSTADT IST WIE EIN GULASCH OHNE SAFT.

Mit einem Gulasch-Vergleich brachte Siegfried Ludwig Mitte der 1980er-Jahre ganz Niederösterreich ins Gespräch. Seine Kampagne für eine eigene Landeshauptstadt wurde zum historischen und kulturellen Meilenstein: 1986 entschied sich das Land in einer Volksbefragung für St. Pölten.

Nach Jahrzehnten der Diskussion über eine eigene Landeshauptstadt – im Grunde seit der Trennung von Wien und Niederösterreich im Jahr 1922 – traf Siegfried Ludwig einen Nerv. Der aus der Wirtshauskultur gegriffene Gulasch-Spruch war bewusst einfach – und gerade deshalb so einprägsam und wirkungsvoll. Seine Kampagne machte die Hauptstadtfrage plötzlich für alle verständlich: Ein Land braucht ein politisches Zentrum – so wie ein gutes Gulasch seinen Saft.

Was zunächst belächelt wurde, entwickelte rasch enorme Kraft. Die Menschen begannen zu diskutieren und Position zu beziehen. Am 1. und 2. März 1986 kam es zur Volksbefragung: 56 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sprachen sich für eine eigene Landeshauptstadt aus und wählten St. Pölten. Damit wurde aus einem einfachen Vergleich aus der Alltagskultur ein Stück Landesgeschichte – und Siegfried Ludwig gilt seither als „Vater der Landeshauptstadt“.

 
Ein Land ohne Hauptstadt ist wie ein Gulasch ohne Saft. Siegfried Ludwig, ehem. Landhausptmann von Niederösterreich, 1981-1992


 


„EIN LAND 
OHNE HAUPTSTADT
IST WIE EIN 
GULASCH OHNE SAFT.“

 

Alles ist da – aber es fehlt der Kern, der Geschmack, das Verbindende. Eine Hauptstadt ist kein Selbstzweck. Sie ist der Ort, an dem sich ein Land sammelt, organisiert, erzählt. Ohne sie bleibt Identität fragmentiert. Mit ihr entsteht ein Mittelpunkt, von dem aus sich alles andere entfalten kann.

 
Nina Blum, Regisseurin
Edgar Niemeczek, Kulturmanager und Rundfunkmodarator
Monika Ballwein, Sängerin und Vocalcoach
Marcus Strahl, Intendant
Vera Russwurm, Fernsehmoderatorin, Peter Hofbauer, Fernsehproduzent
Reinhold Bilgeri, Autor, Flimemacher, Musiker
Helene von Damm, ehem. Botschafterin der Vereinigten Staaten in Österreich
Toni Mörwald, Sterne- und 4-Hauben-Koch, Unternehmer, Autor
Kristina Sprenger, Intendantin, Schauspielerin


  • Portrait Reinhold Bilgeri

    „Identität entsteht nicht von selbst, sie entsteht durch Aktionen und Ideen von Menschen , die Spuren hinterlassen – sie braucht Orte, die diese Spuren sichtbar machen. In Niederösterreich – ich habe in Mannhartsbrunn meine ersten Hits aufgenommen - entsteht sie im Zusammenspiel von Regionen und einem gemeinsamen Zentrum. St. Pölten ist ein solcher Ort, an dem dieses Miteinander gebündelt wird. Die Hauptstadt ist keine Kulisse, sondern Bühne für Geschichten aus dem ganzen Land. So wird sichtbar, was Niederösterreich ausmacht: Kultur, Geschichte und Gemeinschaft, die das Land verbinden und Identität lebendig gestalten.“
    Reinhold Bilgeri
    Autor, Filmemacher, Musiker

  • Portrait Kristina Sprenger

    "Theater ist Begegnung.
    Zwischen Bühne und Zuschauerraum, zwischen Menschen, zwischen Emotionen. Genau das lebt das Kulturland Niederösterreich und genau deshalb liegt es mir so sehr am Herzen. In einer Welt, die immer gespaltener zu werden scheint, müssen wir die Stärke des Theaters fördern, unterschiedliche Denkweisen zusammenzuführen und Empathie durch Perspektivwechsel zu stärken. Niederösterreich hat den Stellenwert der Kunst schon sehr früh erkannt. Dadurch konnte eine bunte, weltoffene Kulturszene wachsen und ich bin dankbar ein Teil davon sein zu dürfen.”
    Kristina Sprenger
    Intendantin, Schauspielerin

  • Portrait Nina Blum

    "Der Märchensommer Niederösterreich verbindet Kultur und Regionalität auf gelungene Weise. Ein Ort verwandelt sich in ein Märchendorf und erhält eine neue Identität. Familien kommen zusammen und erleben gemeinsam Kultur. Niederösterreich bringt Kultur dorthin, wo die Menschen sind – genau das macht den Unterschied. Die Verbindung von Kreativität, Engagement und regionaler Verbundenheit sorgt dafür, dass Kultur hier gut funktioniert und für alle Beteiligten erlebbar und greifbar wird.“
    Nina Blum
    Regisseurin

  • Portrait Monika Ballwein

    "40 Jahre Landeshauptstadt St.Pölten bedeuten auch 40 Jahre musikalische und kulturelle Entwicklung. Mit vielen starken Impulsen durch Festivals, unterschiedliche Konzertreihen und einer lebendigen, freien Szene, durfte ich selbst erleben, wie sich die Stadt zu einem wirklich bedeutenden Klangraum entwickelt hat. Viele Orte der Begegnung zwischen Tradition, zeitgenössischer Kunst aber auch vielfältiger Pop-Kultur wurden geschaffen und prägen das gesamte kulturelle Leben. Niederösterreich zeigt einmal mehr, wie Musik und kulturelle Vielfalt, Menschen verbindet und einer Region nachhaltige Strahlkraft verleihen kann!"
    Monika Ballwein
    Sängerin, Vocalcoach

  • Portrait Marcus Strahl

    „Kultur in Niederösterreich passiert überall: von großen Bühnen über kleinere Gastspiele, wie sie seit Jahren die Neue Bühne Wien, als kultureller Nahversorger, an vielen Standorten in Niederösterreich präsentieren darf, bis zu regionalen Festivals wie den Wachaufestspielen. Diese Vielfalt hat Raum, sich zu entwickeln und sichtbar zu werden. Jede Region erzählt ihre eigene Geschichte, die gemeinsam ein starkes kulturelles Netzwerk bildet. Niederösterreich zeigt, dass Kultur am stärksten ist, wenn sie nah bei den Menschen bleibt und gleichzeitig über die Region hinausstrahlt. So entsteht Verbundenheit und Identität im ganzen Land.“
    Marcus Strahl Intendant

  • Portrait Edgar Niemeczek

    „Heute punktet Sankt Pölten speziell auch als beliebte Kulturstadt mit Angeboten und Projekten in vielen Sparten, von der Pflege des Kulturerbes bis zur zeitgenössischen Kunst, von alter Musik bis zum Frequency Festival, von Theaterproduktionen bis zum Kabarett, von Ausstellungen im Dommuseum bis zu Veranstaltungen in der renovierten ehemaligen Synagoge.“
    Edgar Niemeczek Kulturmanager, Rundfunkmoderator

  • Portrait Toni Mörwald

    „Herzliche Gratulation zu 40 Jahren Landeshauptstadt St. Pölten. Die Stadt im Zentrum Niederösterreichs hat sich seit ihrer Geburt vor 40 Jahren zu einem wichtigen Knotenpunkt im Austausch mit den Regionen entwickelt. Architektur, Boulevard, Lebensqualität und Genuss sind hier ebenso präsent wie die Vielfalt aus dem ganzen Land. Unser Motto ‚Essenszeit ist Lebenszeit‘ spiegelt wider, wie St. Pölten Lebensqualität mit Tradition, Stil und Moderne verbindet und zu einem zentralen Ort für Menschen aus dem ganzen Bundesland macht.“
    Toni Mörwald Sterne- und 4 Hauben Koch, Unternehmer, Autor

  • Vera Russwurm und Peter Hofbauer

    „Wir sind zwar Wiener, genießen aber seit Langem nicht nur unser Sommerhaus an einem kleinen, niederösterreichischen See, sondern auch das ungemein reichhaltige und stets wachsende kulturelle Angebot in diesem Bundesland. Bitte weiter so!“
    Vera Russwurm und Peter Hofbauer

  • Portrait Helene von Damm

    „Niederösterreich ist für mich mehr als ein Bundesland – hier bin ich aufgewachsen, und es berührt mich, seine Entwicklung der letzten vierzig Jahre zu sehen. Aus vertrauten Orten entstand ein moderner, selbstbewusster Raum mit bewahrten Wurzeln. Mein verstorbener Mann Jürgen Wilke prägte als Theaterintendant das kulturelle Leben. Heute wächst Niederösterreich wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich, und Herkunft wie Erinnerung bleiben lebendig.“
    Helene von Damm ehem. Botschafterinder Vereinigten Staaten in Österreich

 


AUFBRUCH FÜR EIN
EIGENSTÄNDIGES
NIEDERÖSTERREICH

 

Das Land war stark, vielfältig, leistungsfähig – aber ohne eigenes Zentrum. Politische Entscheidungen, kulturelle Strahlkraft, symbolische Orte lagen außerhalb. Erst mit der Landeshauptstadt bekam Niederösterreich eine innere Ordnung, einen klaren Bezugspunkt, eine gemeinsame Klammer.

St. Pölten wurde dieser Bezugspunkt. Nicht als Konkurrenz zu den Regionen, sondern als deren Verstärker. Nicht als Ersatz für Vielfalt, sondern als deren Plattform.

Die HAUPTSTADT machte sichtbar, was zuvor verstreut war: Verantwortung, Entscheidungsfähigkeit, Identität – einte all dies und machte somit Niederösterreich als Ganzes zur HAUPTSACHE.


 
Bettina Glatz-Kremsner
Franz Viehböck
Günther Ofner
Erwin Hameseder
Helmut Schwarzl
Stefan Jauk
Moritz Nowak
Monika Langthaler
Petra Bohuslav


  • Moritz Nowak

    "Als wir Gate Space gegründet haben, wollten wir zeigen, dass große Ideen nicht nur in den klassischen Raumfahrtzentren entstehen müssen. Heute entwickeln wir Technologien, die Satelliten im All präzise steuern können. Dass wir diesen Weg von Niederösterreich aus gehen können, ist für mich ein starkes Signal: Innovation kennt keine Grenzen – und manchmal beginnt sie genau dort, wo man den Mut hat, etwas Neues zu starten.“
    Moritz Novak
    Start-up Gründer GATE Space

  • Helmut Schwarzl

    „Niederösterreich hat vor 40 Jahren nicht nur seine eigene, unverwechselbare Identität durch die neue Landeshauptstadt St. Pölten definiert, sondern hat sich seither ebenso zu einem starken und vielfältigen Wirtschaftsstandort entwickelt, der sich insbesondere auch durch eine breit gefächerte und sehr erfolgreiche Industrie auszeichnet.“
    Helmut Schwarzl
    Geschäftsführer Geberit Produktions GmbH & Co KG

  • Franz Viehböck

    „Niederösterreich stand lange für Landschaft, Genuss und Tradition – Qualitäten, die bis heute prägend sind. Dazu kommt eine beeindruckende Entwicklung in Forschung, Technologie und Innovation. Lösungen entstehen hier, international relevant, in Biotechnologie, Weltraum, Medizin und Physik. Entscheidend: Diese Entwicklung ist im ganzen Land verankert. Tradition und Zukunft ergänzen sich, und genau darin liegt die Stärke Niederösterreichs – ein ausgewogenes System.“
    Franz Viehböck
    Vorstandsvorsitzender Berndorf Aktiengesellschaft

  • Günther Ofner

    „Als jemand, der täglich international vernetzt ist, sehe ich: Eine starke Region braucht ein Zentrum mitten im Land. St. Pölten erfüllt diese Rolle für Niederösterreich – kein Gegenpol zu Wien, sondern ein eigener Ausgangspunkt. Die Hauptstadt zieht nicht an, sie erzeugt Bewegung. Sie macht Niederösterreich als Ganzes anschlussfähig nach innen wie nach außen. So stärkt sie die Verbindung zwischen Regionen und den internationalen Austausch.“
    Günther Ofner
    Vorstandsdirektor Flughafen Wien

  • Bettina Glatz-Kremsner

    „Ich habe erlebt, wie sich Niederösterreich entwickelt hat – mit Mut, Klarheit und einem starken Gefühl für Zusammenhalt.“
    Bettina Glatz-Kremsner
    Generaldirektorin i.R., Honorarkonsulin

  • Erwin Hameseder

    "Im März 1986 entschieden sich die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher in einer Volksbefragung für St. Pölten als Landeshauptstadt. Dieses historische Ereignis gab der Entwicklung Niederösterreichs entscheidenden Rückenwind: Mit einem starken agrarischen und industriellen Rückgrat entstand ein selbstbewusstes, eigenständiges und wirtschaftsstarkes Bundesland – getragen von innovativen Menschen, erfolgreichen Unternehmen und seiner Landeshauptstadt. Raiffeisen NÖ-Wien freut sich darauf, diesen partnerschaftlichen Erfolgsweg auch in Zukunft fortzusetzen."
    Erwin Hameseder
    Generalanwalt des Raiffeisenverbandes

  • Petra Bohuslav

    "Die gemeinsam mit der Landeshauptstadt beschlossene und von ecoplus umgesetzte Regionalförderung war und ist für mich ein zentrales Instrument, um die Regionen Niederösterreichs zu stärken und weiterzuentwickeln. Seit 1986 konnten zahlreiche Projekte begleitet und gefördert werden – von Technologiezentren und Wirtschaftsparks bis hin zu kultureller und touristischer Infrastruktur sowie den Bergbahnen. All das hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Niederösterreich heute ein erfolgreiches Bundesland mit eigener Identität und selbstbewussten, stolzen Menschen ist.15 Jahre lang durfte ich als Landesrätin diesen dynamischen Weg Niederösterreichs aktiv mitgestalten und begleiten – eine Aufgabe, die mich bis heute mit großer Dankbarkeit erfüllt."
    Petra Bohuslav
    kaufmännische Geschäftsführerin Wiener Staatsoper GmbH, ehem. Landesrätin für Wirtschaft, Technologie und Tourismus

  • Stefan Jauk

    "St. Pölten hat in den vergangenen 40 Jahren eindrucksvoll gezeigt, welche Kraft aus regionaler Verantwortung entsteht. Heute vereint die Stadt wirtschaftliche Stärke, kulinarische Vielfalt, kulturelles Leben, regionale Verwurzelung und ein respektvolles Miteinander. Die Niederösterreichische Versicherung hat ihren Standort seit 2007 bewusst in St. Pölten gewählt – aus Überzeugung für Regionalität und Nähe zu den Menschen. Verantwortung, Vertrauen und Zusammenhalt prägen unser Engagement für diese Stadt – damals wie heute."
    Stefan Jauk
    Niederösterreichische Versicherung AG

  • „Als geborene Niederösterreicherin, die auch heute noch ihren Lebensmittelpunkt im Bundesland hat, verbindet mich sehr viel mit diesem Land. Besonders schön zu sehen ist, wie das Bewusstsein für unsere Natur und unsere einmaligen Kulturlandschaften in den letzten Jahrzehnten gewachsen ist und heute von vielen ganz selbstverständlich gelebt wird.“
    Monika Langthaler
    Direktorin der Schwarzenegger Climate Initiative

 


Luftansicht Landhaus, Landhausboulevard und Neue Herrengasse, Text: Hauptsache Niederösterreich.
 

HAUPTSTADT ALS
AUSGANGSPUNKT -
NICHT ALS ENDPUNKT;
ALS MOTOR -
NICHT ALS MAGNET

 

Von St. Pölten aus wurden Strukturen geschaffen, die weit über die Stadtgrenzen hinauswirken: politische Institutionen, kulturelle Leuchttürme, wissenschaftliche Einrichtungen, gesellschaftliche Formate und wirtschaftliche Impulse. Die Hauptstadt wurde zum Motor, der Bewegung erzeugt – nicht zum Magneten, der alles anzieht.

Gerade in Verbindung mit den Umbrüchen der späten 1980er- und 1990er-Jahre – dem Fall des Eisernen Vorhangs, der Öffnung Europas, neuen wirtschaftlichen und kulturellen Räumen – konnte Niederösterreich erstmals seine eigene Rolle neu definieren: nicht als Randlage, sondern als Gestaltungsraum.


 
Stephanie Hirschbüchler
Bernhard Treibenreif
Dietmar Fahrafellner, Landesfeuerwehrkommandant und Brandsdirektor der Stadt St. Pölten


Rudolf Striedinger
Ulrike Prommer
Drothea Draxler-Niemeczek
Christoph Badelt
Peter Filzmaier



  • Stephanie Hirschbichler

    „Als Ärztin und Forscherin ist es mir ein großes Anliegen, klinische Arbeit und wissenschaftliche Innovation miteinander zu verbinden. Am Universitätsklinikum St. Pölten bzw. der Karl Landsteiner Privatuniversität gelingt dies durch gezielte Förderprogramme (“Forschungsimpulse”), die Klinikern erlaubt den Spagat zwischen klinischer Leidenschaft und wissenschaftlicher Neugier zu wagen. Als Leiterin der dortigen Spezialambulanz für Bewegungsstörungen konnte ich von dieser Symbiose sowohl professionell als auch persönlich profitieren. Die Möglichkeit sich für Forschung freistellen zu lassen und gleichzeitig Patientinnen und Patienten zu behandeln, schafft genau jene Dynamik, die eine gute Medizin auszeichnet – Fortschritt, der direkt bei den Menschen ankommt.“
    Stephanie Hirschbichler
    Oberärztin

  • Ulrike Prommer

    „Die Fachhochschulen in Niederösterreich zeigen, was eine Hauptstadt leisten kann: Sie schafft Rahmenbedingungen, die weit über ihren Standort hinaus wirken. St. Pölten steht für Verteilung von Chancen, nicht für Zentralisierung. Bildung und Wissenschaft wird hier zur Hauptsache, die alle Regionen erreicht. Damit zeigt sich, dass eine Hauptstadt Impulse geben kann, die das gesamte Bundesland nachhaltig stärken und verbinden.“
    Ulrike Prommer
    Geschäftsführerin IMC University of Applied Sciences Krems, Vorsitzende der Fachhochschulkonferenz

  • Peter Filzmaier

    „Niederösterreich wurde vor mehr als 100 Jahren als Bundesland von Wien getrennt, also war es 1986 für die politische Identität des Landes sowohl parteiübergreifend wichtig als auch höchste Zeit, dass es eine eigene Hauptstadt gibt. Diese zu haben, das fördert das Selbstverständnis und Profil des Landes sowie führt durch Identifikationseffekte zu einem verstärkten Wir-Gefühl.“
    Peter Filzmaier

  • Christoph Badelt

    „St. Pölten symbolisiert ein berechtigtes Selbstwertgefühl Niederösterreichs, das aus dem Zusammenwirken von Hauptstadt und Regionen entsteht. Das Regierungsviertel zeigt durch seine Anlage Professionalität und modernes Verwaltungsverständnis. Dabei ist die Hauptstadt mehr als ein Ort: Sie bündelt Effizienz, Stabilität und Kompetenz eines Bundeslandes, dessen Identität in allen Regionen verankert ist und von dort aus Impulse für Entwicklung, Innovation und Lebensqualität im ganzen Land entfaltet.“
    Christoph Badelt
    em. o. Univ. Prof., Präsident des Fiskalrates

  • Rudolf Striedinger

    „Funktionierende Strukturen brauchen Zentren. Eine Hauptstadt ist mehr als ein Verwaltungssitz – sie koordiniert und schafft Verlässlichkeit. In Niederösterreich unterstützt St. Pölten diese Verbindung, indem hier Rahmenbedingungen und Entscheidungen entstehen, welche die Regionen stärken und verbinden. Die Hauptstadt trägt dazu bei, dass die Regionen effizient zusammenwirken, Politik greifbar ist und das Land als Ganzes funktioniert. Dafür leistet auch das in St. Pölten stationierte Militärkommando seinen Beitrag.“ 
    Rudolf Striedinger
    Chef des Generalstabes des Österreichischen Bundesheeres

  • Bernhard Treibenreif

    „Eine eigene Hauptstadt schafft Identität – und in 40 Jahren wuchs auch das Selbstbewusstsein der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. Durch gesellschaftlichen Zusammenhalt, durch eine klare Vision und gemeinsame Anstrengungen entwickelte sich - trotz der schwierigen Startbedingungen der Nachkriegszeit - ein äußerst erfolgreiches Bundesland, das ländliche Tradition, wirtschaftliche Innovation, Forschungsgeist sowie einen starken Arbeitsmarkt vereint. Neben Sicherheit und einer modernen Infrastruktur sind dies die Stärken unseres Bundeslandes!“
    Bernhard Treibenreif
    Leiter der Direktion Spezialeinheiten/Einsatzkommando Cobra

  • Dorothea Draxler-Niemeczek

    „Ein gefestigtes Landesbewusstsein basiert auf dem Dialog zwischen einem Zentrum und seinen Regionen. Die großartige Entwicklung unseres Bundeslandes wurde somit gestärkt und liefert seither Tag für Tag, jahrein, jahraus die optimalen Rahmenbedingungen dafür. In den vergangenen Jahrzehnten war es damit einhergehend auch möglich, Werte, wie das landesübliche Gwand, also die Tracht, die überlieferten Lieder und Weisen, die unterschiedlichen Dialekte oder die regionalen Speisen in unseren Landesvierteln, Talschaften und Ebenen in ein gesellschaftliches Bewusstsein zu rufen – ganz im Sinne von Wir tragen Niederösterreich.“
    Dorothea Draxler-Niemeczek Kulturmanagerin, Pädagogin und Rundfunkmoderatorin

  • Dietmar Fahrafellner

    „Vierzig Jahre Landeshauptstadt St. Pölten markieren einen entscheidenden Meilenstein in der Entwicklung Niederösterreichs. Für mich persönlich ist diese Entwicklung besonders prägend, da ich selbst in St. Pölten aufgewachsen bin und miterleben durfte, wie sich die Stadt zu einem selbstbewussten Zentrum unseres Bundeslandes entwickelt hat. Ganz im Sinne von „Hauptsache Niederösterreich“ zeigt sich auch aus Sicht der Feuerwehren, wie wichtig Zusammenhalt und ein starkes Miteinander im ganzen Land sind. In den vergangenen Jahrzehnten ist ein flächendeckendes, leistungsstarkes Netzwerk entstanden, getragen von tausenden engagierten Feuerwehrmitgliedern, die tagtäglich für die Sicherheit der Bevölkerung in Niederösterreich sorgen. Diese Entwicklung macht deutlich: Niederösterreich hat seinen Mittelpunkt gefunden – und ist durch den Einsatz und die Gemeinschaft seiner Menschen bestens für die Zukunft aufgestellt.“
    Dietmar Fahrafellner
    Landesfeuerwehrkommandant und Branddirektor der Stadt. St. Pölten

 


Luftaufnahme des Museum NÖ und des Festspielhaus NÖ
 

Termine und Veranstaltungen

 
Sandra Schirk
Lukas Karner
Leo Schmelzer
Manfred Ainedter
Rainer Pariasek
Renate Waldhäusl-Taus
Vroni Aigner



  • Leo Schmelzer

    „Ich mach meine Lehre bei der ÖBB und geh in die Berufsschule – und ich merk jeden Tag, wie gut die Ausbildungsmöglichkeiten in Niederösterreich sind. Ich bekomme eine solide Ausbildung und hab echte Chancen für meine Zukunft. Für mich heißt das: Hier kann ich bleiben und mir was aufbauen. Hauptsache Niederösterreich."
    Leo Schmelzer
    Lehrling für Mechatronik, ÖBB

  • Sandra Schirk

    "Es ist eine Herzensaufgabe, Kinder auf ihren ersten wichtigen Lebensschritten zu begleiten. Jedes Kind ist einzigartig – mit eigenen Stärken, Träumen und Bedürfnissen. Es erfüllt mich, sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen, ihnen Sicherheit zu geben und ihre Neugier auf die Welt zu fördern. Die Arbeit mit Kindern ist für mich nicht nur Beruf sondern echte Leidenschaft. Denn sie sind unsere Zukunft – und verdienen die bestmögliche Begleitung auf ihrem Weg. In Niederösterreich werden die besten Rahmenbedingungen dafür geschaffen."
    Sandra Schirk
    Kindergartenpädagogin

  • Lukas Karner

    "Ich bin dankbar für alles, das ältere Generationen die vergangenen 40 Jahre aufgebaut haben. Und stolz, dieses Erbe in den Weingärten und im Keller weiterzuführen."
    Lukas Karner
    Weinbauer und Student

  • Manfred Ainedter

    "Ich bin seit meinen Jugendtagen Zweitwohnsitzer im Semmering-Gebiet und damit gewissermaßen Zeitzeuge der wirtschaftlichen und kulturellen positiven Entwicklung dieses Bundeslandes, wo ich mich in meiner Freizeit gut und gerne von meiner anstrengenden Tätigkeit erholen kann."
    Manfred Ainedter
    Rechtsanwalt

  • Renate Waldhäusl-Taus

    „Ich bin keine gebürtige Niederösterreicherin, lebe aber in Nußdorf und schätze das angrenzende Land sehr. Orte wie Klosterneuburg zeigen Charme, Lebensqualität und Nähe: kurze Wege, Natur und gepflegte Freizeitmöglichkeiten. Lokale wie Waldhof oder Bonka verbinden Stadt und Land. Niederösterreich ist für viele Wienerinnen und Wiener Teil ihres Lebensraums. Das Land wirkt über Grenzen hinaus und bleibt in jeder Region unverwechselbar – genau das macht seine Stärke aus.“
    Renate Waldhäusl-Taus
    Unternehmerin

  • Vroni Aigner

    „Für uns Paraolympioniken zählt Niederösterreich zu den Top-Standorten in Österreich. Mit Einrichtungen wie dem Olympiazentrum St. Pölten, dem Leistungszentrum Südstadt, der Skimittelschule Lilienfeld und dem Trainingszentrum Waidhofen an der Ybbs stehen uns erstklassige Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Niederösterreich setzt damit Maßstäbe und zeigt, was im Sport alles möglich ist!“
    Vroni Aigner
    Sportlerin

  • Rainer Pariasek

    „Konnte sich Niederösterreich vor ein paar Jahrzehnten vielleicht hauptsächlich durch die Landwirtschaft und durch den Wein einen Namen machen, so ist unser Bundesland längst in allen Bereichen in der Champions League angekommen: In der Wirtschaft, in der Kultur, in der Bildung, im Tourismus und was mich persönlich besonders freut - natürlich auch im Sport (und zwar auch im Wintersport, wie die Goldmedaillen bei den jüngsten Olympischen Spielen und Paralympics in Mailand/Cortina gezeigt haben). Ich bin stolz, mich als Niederösterreicher bezeichnen zu dürfen.“
    Rainer Pariasek
    Moderator

 


KUNST UND KULTUR
ALS MOTOR

 

Mit der Entscheidung für die Landeshauptstadt begann 1986, was heute weit über die Regionen hinausstrahlt: Eine starke Mitte und selbstbewusste Regionen machen Kunst und Kultur in harmonischer Symbiose in ganz Niederösterreich sichtbar. 

Die Entscheidung für eine eigene Landeshauptstadt war von Anfang an mehr als eine politische Entscheidung. Sie war auch ein gesellschaftliches und kulturelles Bekenntnis. Eine neue Hauptstadt brauchte Identität, Ausstrahlung und Profil. Kultur wurde gezielt als Motor der Stadt- und Landesentwicklung eingesetzt. Die Landeshauptstadt vernetzt, inspiriert zur Zusammenarbeit und setzt neue Impulse. Sie gibt Kunst und Kultur ein Zentrum, ohne zu dominieren. Das Umland profitiert von dieser starken Mitte. So konnte die Kunst und Kultur in den Regionen ihr eigenes Profil schärfen, ihre Stärken ausspielen und ihre eigenen Geschichten erzählen. Die Hauptstadt wirkt nicht als Machtpol, sondern als Knotenpunkt, der verbindet. 

 
Landtagsschiff vom Landhausboulevard aus gesehen


 

DAS LANDTAGSSCHIFF


Das St. Pöltner Landtagsschiff ist kultureller Blickfang und Symbol für Demokratie, Aufbruch und Niederösterreichs Eigenständigkeit. Der auf Stützen errichtete Bau mit dem Sitzungssaal des Landtags 
schwebt über dem Wasser am Landhausplatz. An der Traisen arbeiten Landtag, Landesregierung und Verwaltung an einem Ort. Transparent, offen und mit kurzen Wegen.

Zwischen 1992 und 1997 entstand dieses politische Zentrum des Landes. Mit der Übersiedelung aus Wien wurde aus abstrakter Zuständigkeit spürbare Nähe zu den Regionen. Entscheidungen für Kinder- und Altenbetreuung, für einen starken Wirtschafts- und Kulturstandort fallen hier: eigenständig, direkt spürbar und wirksam in allen Regionen. Das Regierungsviertel ist ein Projekt historischer Tragweite. Herzstück ist das Landtagsschiff als Sitz des Landtages. Weithin sichtbar setzt der Klangturm von Ernst Hoffmann als futuristischer „Leuchtturm“ einen vertikalen Akzent und öffnet bis heute Räume für Klangkunst und Neue Medien.

Das Landhaus.

 

DAS LAND MIT KUNST UND KULTUR.

Kunst und Kultur geben Niederösterreich Identität – mit einer Hauptstadt als verbindende Mitte des Landes. Über drei Millionen Besucherinnen und Besucher, 20.000 Veranstaltungen und 30.700 Arbeitsplätze machen die Kultur zu einem zentralen Motor der regionalen Wertschöpfung – mit jährlich 1,35 Milliarden Euro.

Getragen wird diese kulturelle Vielfalt von rund 3.000 Veranstaltern: von Kulturveranstaltern über regionale Museen bis zu Laientheatergruppen und Blasmusikkapellen. Mehr als 10.000 Menschen sind künstlerisch tätig, der Großteil davon nebenberuflich. Über 100.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich in Kulturvereinen und -institutionen. In den 573 Gemeinden Niederösterreichs finden jährlich mehr als 20.000 Kulturveranstaltungen statt. Kultur prägt den Alltag und wirkt zugleich als Motor regionaler Wertschöpfung.

Der wirtschaftliche Beitrag der Kultur ist beeindruckend: Mit 1,35 Milliarden Euro leistet die Kulturwirtschaft pro Jahr  rund 2,5 Prozent der regionalen Gesamtleistung. Allein der Kulturtourismus bringt jährlich 208 Millionen Euro. Insgesamt hängen 30.700 Arbeitsplätze direkt oder indirekt an Kunst und Kultur – und damit jeder 30. Job im Land. 

 
Festspielhaus bei Nacht


 

DAS FESTSPIELHAUS


Das Festspielhaus St. Pölten, ein architektonisches Glanzstück, holt Weltkunst in Musik und zeitgenössischem Tanz ins Land.

Seit 1997 ist es im Kulturbezirk ein international ausgerichtetes Produktions- und Koproduktionshaus und Residenz des Tonkünstler-Orchesters. Von Klaus Kada markant entworfen und orchester- und bühnentechnisch auf höchstem Niveau, steht es für Qualität und Offenheit. Internationale Compagnien und Orchester arbeiten hier, Premieren entstehen in St. Pölten und gehen von hier aus auf Tournee. So verlagert das Haus kulturelle Strahlkraft bewusst aus den Metropolen ins Land und macht die Landeshauptstadt zu einem Standort europäischer Weltkunst. Als Magnet für in- und ausländisches Publikum, Kunstschaffende und Medien prägt es den Kulturbezirk als neues Zentrum der Landeshauptstadt.  Spitzenkunst hat hier ein Zuhause, auch außerhalb der Großstadt.

www.festspielhaus.at

 
Museum NÖ, Eingang und Vorplatz


 

DAS MUSEUM 
NIEDERÖSTERREICH


Das Museum Niederösterreich erzählt unser Land als Ganzes: Natur, Geschichte und Gegenwart unter einem Dach. Es vermittelt Wissen zeitgemäß und verbindet Vielfalt zu einer gemeinsamen Erzählung. 

2002 nach Plänen von Hans Hollein im Kulturbezirk eröffnet, verbindet das Haus markante Architektur mit Offenheit zur Stadt. Großzügige Räume, klare Wege und Sichtachsen prägen die Architektur. Die Neugestaltung des Vorplatzes und  Eingangsbereiches  öffnen das Museum zusätzlich als öffentlichen Aufenthalts- und Veranstaltungsraum. Inhaltlich bündelt das Museum Landesgeschichte, Landschaft, Tierwelt, politische Entwicklungen und Alltagskultur zu einer gemeinsamen Erzählung: eine in Österreich seltene Kombination. Als Gedächtnis- und Wissensort bringt es Schulklassen, Familien, Forschende sowie Besucherinnen und Besucher zusammen. Wissen wird hier lebendig, Identität wächst aus Wissen und der Erfahrung, Teil eines größeren Ganzen zu sein.

www.museumnoe.at

 
Aussenaufnahme des Landestheaters


 

DAS LANDESTHEATER


Das Landestheater Niederösterreich steht mit seinen vielfach ausgezeichneten Produktionen für Professionalität, Verlässlichkeit und künstlerische Qualität. Mit eigenem Ensemble, ganzjährigem Spielbetrieb und eigener Handschrift bringt es Theater in alle Regionen des Landes.

Mit Wurzeln bis ins Jahr 1820 und einer späteren Neupositionierung als Ensemble- und Produktionshaus verkörpert das Theater in St. Pölten kontinuierliche, hochwertige künstlerische Arbeit. Hier entstehen Inszenierungen mit eigener Handschrift, die weit über die Landesgrenzen hinaus reisen. Preise und Nominierungen im deutschsprachigen Raum bestätigen regelmäßig die Qualität des Hauses. Mitten in der Altstadt verankert, belebt das Landestheater das Stadtleben, schafft Raum für Auseinandersetzung und wirkt als öffentliche Infrastruktur – unverzichtbar wie Schule oder Verwaltung.

www.landestheater.net/at

 

EINE KULTUR
DES MITEINANDERS

Die Entscheidung für eine eigene Landeshauptstadt ging weit über die Stärkung der Hochkultur als Identitätsanker hinaus. Sie setzte ein klares Signal, die kulturelle Vielfalt aller Regionen Niederösterreichs in den Mittelpunkt zu stellen. Erfolgreiche regionale Kulturarbeit mobilisiert Menschen und stärkt nachhaltig den Zusammenhalt im Land.

Genau hier setzt die Kultur.Region.Niederösterreich an: Seit 2007 plant, organisiert und realisiert sie professionelle, qualitätsvolle Kulturarbeit im ganzen Land. Im Mittelpunkt steht eine ganzheitliche, nachhaltige Kulturvermittlung für Menschen aller Generationen, eingebettet in Bildung, Gemeinwesen- und Sozialarbeit sowie kreatives, künstlerisches Schaffen. So werden Selbstbewusstsein, Eigeninitiative, Kreativität und Innovationskraft in den Regionen gestärkt.

Alle Projekte dienen der Entwicklung kultureller Identität, fördern ehrenamtliches Engagement und orientieren sich an demokratischen Werten und den Menschenrechten. Mit Festen, Konzerten, Festivals und Lesungen erreicht die Regionalkultur Millionen Menschen. Hunderttausende Ehrenamtliche – von Chören über Vereine bis zu Museen und Bibliotheken – tragen zu einer flächendeckenden kulturellen Nahversorgung bei. Regionale Kulturarbeit lebt von Begegnung und gemeinschaftlichem Engagement und stärkt so nachhaltig die Lebensqualität in Niederösterreich.

 
Zwei Nachbarn begrüßen sich am Fenster, der Herr überreicht der Dame Blumen.
 

DAS LAND MIT GUTER NACHBARSCHAFT

Wo Niederösterreich zu Hause ist, wird Nachbarschaft gelebt. Sie verbindet Menschen, stärkt Lebensqualität und gibt Halt. Soziale und kreative Projekte der Nachbarschaftshilfe zeigen im ganzen Land, wie Miteinander in den Regionen gelingt. Die Initiative „Nachbarschaft leben“ fördert das nachbarschaftliche Miteinander in der Lebens- und Alltagskultur in den Gemeinden.

Wo Nachbarschaft bewusst gepflegt wird, entsteht eine kraftvolle Gemeinschaft: als soziales Netzwerk, als Fundament  für Zusammenhalt und als wertvolle Begleiterin in unterschiedlichen Lebensphasen. Hier werden Erfahrungen geteilt, neue Ideen entwickelt und gemeinsame Lösungen geschaffen, um das Leben in Niederösterreich noch lebenswerter zu machen. Nachbarschaft braucht Engagement, Aufmerksamkeit und kontinuierliche Zusammenarbeit. Jeder Tag bietet die Möglichkeit, füreinander da zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Die erfolgreiche Initiative „Nachbarschaft leben“ der Kultur.Region.Niederösterreich setzt dafür wichtige Impulse.

 
Zwei Kleinkinder in Drindl und Lederhosen vor einem Strohballen.
 

DAS LAND MIT VOLKSKULTUR UND DIRNDLG‘WAND.

Volkskultur, die verbindet: Trachtenkultur steht für Gemeinschaft, Zusammenhalt und gelebte Identität in Niederösterreich. Sie ist regional vielfältig geprägt und fixer Bestandteil der Volkskultur – ebenso wie Bräuche, Volksmusik oder Handwerkskunst. Die Tracht zeigt unsere Herkunft, stiftet Identität und setzt einen bewussten Gegenpunkt.

In Niederösterreich ist die Trachtenkultur tief verwurzelt und bis heute ein lebendiger Teil des gesellschaftlichen Lebens. Sie verbindet Generationen und zeigt, wo Menschen zu Hause sind. Die Tracht ist das sichtbare Zeichen besonderer regionaler Traditionen und der kulturellen Eigenständigkeit. Sie wird bei Festen, Feierlichkeiten, Konzerten, Kirtagen oder im Vereinsleben getragen und manchmal ganz bewusst im Alltag. Gerade dadurch bleibt Volkskultur lebendig. In einer globalisierten Welt gewinnt diese kulturelle Identität wieder an Bedeutung. Zeitgemäße Trachten zeigen dabei, dass Tradition und Moderne kein Widerspruch sein müssen.

 

VON ANFANG
AN ZUKUNFT

Kindergärten sind heute weit mehr als Orte der Betreuung. In Niederösterreich werden sie zu Bildungsräumen, in denen Kinder spielerisch lernen, ihre Talente entdecken und wichtige soziale Fähigkeiten entwickeln. Sie geben Kindern die besten Voraussetzungen für ihren weiteren Weg. Ergänzt wird dieses starke Bildungsangebot durch die Musik- und Kunstschulen des Landes, die kreative Begabungen fördern, sowie durch vielfältige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten – von der Lehre bis zur beruflichen Qualifizierung. So begleitet Niederösterreich junge Menschen von Anfang an auf ihrem Weg in eine erfolgreiche Zukunft.

 
Drei Kleinkinder bei der Turnstunde im Kindergarten.
 

DAS LAND MIT ÜBER 600 NEUEN KINDERGARTENGRUPPEN.

Niederösterreich investiert 750 Millionen Euro in über 600 neue Kindergartengruppen und 250 neue Tagesbetreuungsgruppen. Kleine Gruppen garantieren hochwertige Förderung. Bis 2027 stärkt das Land dadurch Familien, Bildung und regionale Wirtschaft.

In Niederösterreich beginnt Bildung früh – und zwar mit Qualität. Seit September 2024 können Kinder bereits ab zwei Jahren den Kindergarten besuchen. Damit wird die Lücke zwischen Karenzzeit und Kindergarten geschlossen und Familien erhalten mehr Planbarkeit im Alltag. Gleichzeitig sorgt der kostenlose Vormittag für Kleinkinder in Tagesbetreuungseinrichtungen für finanzielle Entlastung und erleichtert Eltern den raschen Wiedereinstieg in den Beruf. Kleine Gruppen und gezielte Förderung ermöglichen eine besonders individuelle Betreuung.

Gleichzeitig investiert Niederösterreich konsequent in die Zukunft. Gemeinsam mit den Gemeinden in allen Regionen entstehen bis 2027 über 600 neue Kindergarten- und 250 neue Tagesbetreuungsgruppen. Insgesamt fließen 750 Millionen Euro in den Ausbau der Kinderbetreuung – in Gebäude, Personal und laufenden Betrieb. Davon profitieren Kinder und Familien ebenso wie die regionale Wirtschaft. 

 
Ein Mädchen beim Trompetenspielen.
 

DAS LAND MIT MUSIK- UND KUNSTSCHULEN.

Niederösterreich investiert 43,5 Millionen Euro in über 515 Musik- und Kunstschulstandorte und entwickelt sie gezielt weiter. Neben der musikalischen Ausbildung erweitern künftig auch bildende Kunst, Medienkunst und Literatur das Angebot der Musikschulen. So entstehen neben der Kreativakademie neue Räume für Talente im ganzen Land.

In den Musik- und Kunstschulen des Landes entdecken Kinder und Jugendliche ihre Talente. Die Schulen sind dabei mehr als Unterrichtsorte: Sie fördern Kreativität, Selbstvertrauen und persönliche Entwicklung. Besonders begabte junge Menschen werden gezielt unterstützt, etwa durch das Talenteförderprogramm oder Wettbewerbe wie prima la musica.

Mit 43,5 Millionen Euro erhöht das Land Niederösterreich 2026 die Förderung für Musik- und Kunstschulen um rund 1,1 Millionen Euro. Gleichzeitig steigt die Zahl der geförderten Unterrichtsstunden auf den Höchstwert von 34.140 Wochenstunden. Ab dem Schuljahr 2026/27 erweitert Niederösterreich das Musikschulangebot um bildende Kunst, Medienkunst und Literatur und schafft somit neue kreative Möglichkeiten direkt in den Gemeinden. Damit wird der flächendeckende Zugang zu kultureller Bildung in allen Regionen weiter ausgebaut.

 
Lehrling in der Werkstatt
 

DAS LAND MIT STARKER AUS- UND WEITERBILDUNG. 

Lehre mit Zukunft: Mit der Lehrlingsoffensive, Ausbildungsprogrammen und gezielten Förderungen eröffnet Niederösterreich jungen Menschen beste Chancen und sichert der Wirtschaft die Fachkräfte von morgen. Über 16.000 Lehrlinge zeigen: Die Lehre hat im Arbeitsland Niederösterreich Zukunft.

Die duale Lehrlingsausbildung ist ein Erfolgsmodell – in ganz Europa und besonders in Niederösterreich. Das Land setzt deshalb konsequent auf die Förderung des Fachkräftenachwuchses. Mit Initiativen wie der NÖ Lehrlingsoffensive, gezielten Förderprogrammen und neuen Ausbildungsangeboten erhalten junge Menschen beste Chancen auf eine hochwertige Ausbildung und einen qualifizierten und gut bezahlten Beruf. Jugendbildungszentren, überbetriebliche Lehrausbildungen und Programme wie Just2Job mit verkürzter Lehrzeit eröffnen zusätzliche Wege in die Lehre und erleichtern den Einstieg ins Berufsleben.

Gleichzeitig unterstützt das Land Lehrlinge durch die NÖ Begabtenförderung und Sonderprogramme für spezielle Qualifikationen wie NÖ Lehre PLUS. So entsteht ein starkes Netzwerk für Ausbildung und Qualifikation. Niederösterreich zeigt: Wer in junge Menschen investiert, stärkt die Fachkräftebasis in den Regionen und damit den Arbeitsmarkt im ganzen Land.

 

VOM WEISSEN FLECK ZUM FORSCHUNGSSTANDORT EUROPAS.

Vor 40 Jahren war Niederösterreich ein weißer Fleck auf der Wissenschaftslandkarte. Heute zählt das Land zu den dynamischsten Wissenschafts- und Innovationsstandorten Europas. Rund 30.000 Studierende und 13.500 Beschäftigte in Forschung und Entwicklung prägen diesen Aufschwung – mit spürbarem Nutzen für die Regionen.

Seit der Gründung der Universität für Weiterbildung Krems und der Eröffnung des IFA Tulln im Jahr 1994 positionierte sich Niederösterreich gezielt als Forschungsstandort. Klare Schwerpunkte – von Allergie- und Krebsforschung über Künstliche Intelligenz bis zur Weltraumforschung – machen das Land zu einem Magneten für internationale Spitzenforschung.

Internationale Talente kommen ins Land und stärken den Standort nachhaltig. Gleichzeitig können junge Menschen ihre Ausbildung im eigenen Bundesland absolvieren. Wissenschaft wirkt hier unmittelbar: Sie schafft qualifizierte Arbeitsplätze vor Ort, stärkt die regionale Wirtschaft und bringt Innovationen direkt zu den Menschen. Unternehmen profitieren von Kooperationen, Gemeinden von neuen Lösungen für Energie und Mobilität, Patientinnen und Patienten von moderner Medizin vor Ort. 

 
Aussenansicht des ISTA-Gebäudes
 

DAS INSTITUTE OF SCIENCE AND TECHNOLOGY AUSTRIA (ISTA).

Ein Leuchtturm der Forschung in Niederösterreich: Das Institute of Science and Technology Austria (ISTA) in Klosterneuburg zählt zur internationalen Spitze der Grundlagenforschung. Forschende aus über 80 Nationen schaffen hier Wissen für die wissenschaftlichen und technologischen Durchbrüche von morgen.

Seit seiner Gründung hat sich das ISTA als internationales Spitzenzentrum der Grundlagenforschung etabliert. Hier werden zentrale Fragen gestellt, deren Antworten weit über den Campus hinausreichen. Was hochtheoretisch in der Grundlagenforschung beginnt, mündet in ganz konkreten Fortschritt: neue Medikamente, innovative Materialien, leistungsfähigere Computertechnologien oder moderne Diagnoseverfahren. Viele medizinische und technologische 
Durchbrüche wären ohne diese wissenschaftliche Exzellenz nicht denkbar. Das ISTA schafft damit mehr als Wissen, es 
eröffnet Zukunftschancen für uns alle.

 
Aussenasicht des MedAustron-Gebäudes
 

DAS LAND MIT MEDAUSTRON-SPITZENFORSCHUNG VON HEUTE FÜR MORGEN.

Mit MedAustron verfügt Wiener Neustadt über ein Forschungs- und Therapiezentrum, das europaweit Maßstäbe setzt und neue Wege in der Krebsbehandlung eröffnet. Hochpräzise Strahlen, individuell angepasst – für Therapien, die Leben verändern und Hoffnung schenken. Spitzenforschung und -medizin aus der Region mit internationalem Know-how.

Als europaweit einzigartiges Zentrum verbindet MedAustron Spitzenforschung mit modernster Krebstherapie. Tumore können hochpräzise behandelt werden, gesundes Gewebe wird geschont. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das höhere Heilungschancen, weniger Nebenwirkungen und mehr Lebensqualität. Besonders bei schwer zugänglichen oder strahlenempfindlichen Tumoren, etwa bei Kindern, schafft diese Technologie neue Perspektiven..

MedAustron ist damit mehr als ein medizinischer Meilenstein: Es ist ein Ort der Hoffnung im Kampf gegen Krebs und zugleich ein Motor für Niederösterreich. Hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen, internationales Know-how wird ins Land geholt und der Standort langfristig gestärkt.

 
Aussenasicht der Donauuniversität Krems
 

DAS LAND DER DENKER UND LENKER.

Niederösterreichs 15 Hochschulen prägen den Alltag, bilden Fachkräfte aus und treiben durch ihre Spitzenforschung Innovationen voran. Mit über 30.000 Studierenden werden an den Hochschulen auch die Fachkräfte der Zukunft in Digitalisierung, Technik, Pflege, Wirtschaft oder Medizin ausgebildet.

Mit diesem starken Hochschulnetz verfügt Niederösterreich über leistungsstarke Institutionen, die Ausbildung, Forschung und Praxis verbinden. Absolventinnen und Absolventen treiben digitale Lösungen in Klein- und Mittelbetrieben voran, entwickeln nachhaltige Energiekonzepte und bringen moderne Pflege- und Therapiekonzepte in die Praxis.

Was vor 40 Jahren undenkbar war, ist heute Realität: Medizin studieren in Niederösterreich. Die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften und die Danube Private University in Krems stehen für den Aufschwung im Gesundheits- und Medizinbereich. Sie verbinden universitäre Ausbildung mit klinischer Praxis und Forschung und sorgen damit für mehr Ärztinnen und Ärzte und hochqualifiziertes Gesundheitspersonal im Land. Ein entscheidender Vorteil für die medizinische Versorgung, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels.

 
Studentin in einer Vorlesung an der Fachhochschule
 

DAS LAND MIT BESTEN FACHHOCHSCHULEN.

Mit über 13.000 Studierenden, praxisnaher Forschung und neuen Studienangeboten in Informatik, Bahntechnik, digitaler Gesundheit, Biotechnologie und künstlicher Intelligenz gestalten die Fachhochschulen Zukunft in ganz Niederösterreich. Damit stärken sie den ländlichen Raum, bilden Fachkräfte aus und schaffen Arbeitsplätze sowie Wertschöpfung.

Mit modernen, vielfach internationalen Studienbedingungen, angewandter Forschung, engen Kooperationen mit Unternehmen sowie hoher Praxisorientierung leisten die Hochschulen einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Entwicklung. Ihre Schwerpunkte reichen von Gesundheits- und Sozialwissenschaften über Wirtschaft, Tourismus, Naturwissenschaften, Ingenieurswissenschaften und IT bis hin zu Recht, Media, Design und Sicherheitswissenschaften.

Besonders im Gesundheitsbereich tragen sie maßgeblich zur Ausbildung qualifizierter Fachkräfte in Pflege, Therapie, Hebammenwesen und weiteren Gesundheitsberufen bei. Damit stärken die Fachhochschulen nicht nur den Bildungsstandort Niederösterreich, sondern auch die Fachkräftesicherung und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.

 
Aussenansicht des Gebäudes der Universität Tulln
 

DAS LAND MIT FORSCHUNG FÜR WIRTSCHAFT, UMWELT UND REGIONEN.

Der Campus Tulln vereint internationale Wissenschaft, ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Innovation. Ob Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Materialien oder neue biobasierte Technologien – hier entstehen Lösungen für die Herausforderungen von morgen. Forschung, die die Region stärkt und weltweit Wirkung zeigt.

Institutionen wie die BOKU University mit dem Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT), die Fachhochschule Wiener Neustadt – Biotech Campus Tulln sowie zahlreiche Forschungs- und Technologieeinrichtungen arbeiten hier gemeinsam an zukunftsweisenden Lösungen. Forschung, Lehre und Unternehmen sind eng vernetzt und stärken sowohl die Region als auch die internationale Sichtbarkeit des Standorts. Mit Einrichtungen wie dem Haus der Digitalisierung, interuniversitären Forschungszentren und innovativen Unternehmen entwickelt sich der Campus Tulln kontinuierlich zu 
einem zentralen Zukunftsstandort in Niederösterreich.

 

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