Ansicht Landhaus, Text: 40 Jahre eigenständig. Hauptsache Niederösterreich


HAUPTSTADT ALS IDEE, 
NICHT ALS ADRESSE.

 

Vierzig Jahre Landeshauptstadt St. Pölten sind weit mehr als ein Jubiläum. Sie markieren einen Wendepunkt in der Geschichte Niederösterreichs – politisch, kulturell, gesellschaftlich. 
Die Entscheidung für eine eigene Landeshauptstadt war nie bloß eine Standortfrage. Sie war eine Grundsatzentscheidung: für Eigenständigkeit, für Selbstbewusstsein, für ein Land, das sich nicht länger über ein anderes definiert.


 


Portrait Johanna Mikl-Leitner
 


Die Landeshauptstadt gab Niederösterreich sein Zentrum. Unser Land wurde sichtbar: Verantwortung, Entscheidungskraft und selbstbewussten niederösterreichischen Identität. Der Gewinn liegt bei den Menschen in der Stadt und den Regionen.
 
Portrait Erwin Pröll
 
Aus der Stadt wurde ein Zentrum, Standort zentraler Institutionen, Ort wichtiger Entscheidungen. St. Pölten wurde Herz der Verwaltung, Bildung, Gesundheit und Kultur. Int. Gäste und Konferenzen haben St. Pölten und NÖ in Europa sichtbar zu machen.


 

HAUPTSTADT ALS 
IDENTITÄTSANKER

 

Vierzig Jahre Landeshauptstadt St.Pölten  waren nicht nur ein Beschluss, sie erzählen eine größere Geschichte: die Geschichte eines Landes, das seinen Mittelpunkt gefunden hat – und dadurch erst wirklich ganz geworden ist.

 
Ein Land ohne Hauptstadt ist wie ein Gulasch ohne Saft. Siegfried Ludwig, ehem. Landhausptmann von Niederösterreich, 1981-1992



 


„EIN LAND 
OHNE HAUPTSTADT
IST WIE EIN 
GULASCH OHNE SAFT.“

 

Alles ist da – aber es fehlt der Kern, der Geschmack, das Verbindende. Eine Hauptstadt ist kein Selbstzweck. Sie ist der Ort, an dem sich ein Land sammelt, organisiert, erzählt. Ohne sie bleibt Identität fragmentiert. Mit ihr entsteht ein Mittelpunkt, von dem aus sich alles andere entfalten kann.

 
Nina Blum, Regisseurin
Edgar Niemeczek, Kulturmanager und Rundfunkmodarator
Monika Ballwein, Sängerin und Vocalcoach
Marcus Strahl, Intendant
Vera Russwurm, Fernsehmoderatorin, Peter Hofbauer, Fernsehproduzent
Reinhold Bilgeri, Autor, Flimemacher, Musiker
Helene von Damm, ehem. Botschafterin der Vereinigten Staaten in Österreich
Toni Mörwald, Sterne- und 4-Hauben-Koch, Unternehmer, Autor
Kristina Sprenger, Intendantin, Schauspielerin


  • Portrait Reinhold Bilgeri

    „Identität entsteht nicht von selbst, sie entsteht durch Aktionen und Ideen von Menschen , die Spuren hinterlassen – sie braucht Orte, die diese Spuren sichtbar machen. In Niederösterreich – ich habe in Mannhartsbrunn meine ersten Hits aufgenommen - entsteht sie im Zusammenspiel von Regionen und einem gemeinsamen Zentrum. St. Pölten ist ein solcher Ort, an dem dieses Miteinander gebündelt wird. Die Hauptstadt ist keine Kulisse, sondern Bühne für Geschichten aus dem ganzen Land. So wird sichtbar, was Niederösterreich ausmacht: Kultur, Geschichte und Gemeinschaft, die das Land verbinden und Identität lebendig gestalten.“
    Reinhold Bilgeri
    Autor, Filmemacher, Musiker

  • Portrait Kristina Sprenger

    "Theater ist Begegnung.
    Zwischen Bühne und Zuschauerraum, zwischen Menschen, zwischen Emotionen. Genau das lebt das Kulturland Niederösterreich und genau deshalb liegt es mir so sehr am Herzen. In einer Welt, die immer gespaltener zu werden scheint, müssen wir die Stärke des Theaters fördern, unterschiedliche Denkweisen zusammenzuführen und Empathie durch Perspektivwechsel zu stärken. Niederösterreich hat den Stellenwert der Kunst schon sehr früh erkannt. Dadurch konnte eine bunte, weltoffene Kulturszene wachsen und ich bin dankbar ein Teil davon sein zu dürfen.”
    Kristina Sprenger
    Intendantin, Schauspielerin

  • Portrait Nina Blum

    "Der Märchensommer Niederösterreich verbindet Kultur und Regionalität auf gelungene Weise. Ein Ort verwandelt sich in ein Märchendorf und erhält eine neue Identität. Familien kommen zusammen und erleben gemeinsam Kultur. Niederösterreich bringt Kultur dorthin, wo die Menschen sind – genau das macht den Unterschied. Die Verbindung von Kreativität, Engagement und regionaler Verbundenheit sorgt dafür, dass Kultur hier gut funktioniert und für alle Beteiligten erlebbar und greifbar wird.“
    Nina Blum
    Regisseurin

  • Portrait Monika Ballwein

    "40 Jahre Landeshauptstadt St.Pölten bedeuten auch 40 Jahre musikalische und kulturelle Entwicklung. Mit vielen starken Impulsen durch Festivals, unterschiedliche Konzertreihen und einer lebendigen, freien Szene, durfte ich selbst erleben, wie sich die Stadt zu einem wirklich bedeutenden Klangraum entwickelt hat. Viele Orte der Begegnung zwischen Tradition, zeitgenössischer Kunst aber auch vielfältiger Pop-Kultur wurden geschaffen und prägen das gesamte kulturelle Leben. Niederösterreich zeigt einmal mehr, wie Musik und kulturelle Vielfalt, Menschen verbindet und einer Region nachhaltige Strahlkraft verleihen kann!"
    Monika Ballwein
    Sängerin, Vocalcoach

  • Portrait Marcus Strahl

    „Kultur in Niederösterreich passiert überall: von großen Bühnen über kleinere Gastspiele, wie sie seit Jahren die Neue Bühne Wien, als kultureller Nahversorger, an vielen Standorten in Niederösterreich präsentieren darf, bis zu regionalen Festivals wie den Wachaufestspielen. Diese Vielfalt hat Raum, sich zu entwickeln und sichtbar zu werden. Jede Region erzählt ihre eigene Geschichte, die gemeinsam ein starkes kulturelles Netzwerk bildet. Niederösterreich zeigt, dass Kultur am stärksten ist, wenn sie nah bei den Menschen bleibt und gleichzeitig über die Region hinausstrahlt. So entsteht Verbundenheit und Identität im ganzen Land.“
    Marcus Strahl Intendant

  • Portrait Edgar Niemeczek

    „Heute punktet Sankt Pölten speziell auch als beliebte Kulturstadt mit Angeboten und Projekten in vielen Sparten, von der Pflege des Kulturerbes bis zur zeitgenössischen Kunst, von alter Musik bis zum Frequency Festival, von Theaterproduktionen bis zum Kabarett, von Ausstellungen im Dommuseum bis zu Veranstaltungen in der renovierten ehemaligen Synagoge.“
    Edgar Niemeczek Kulturmanager, Rundfunkmoderator

  • Portrait Toni Mörwald

    „Herzliche Gratulation zu 40 Jahren Landeshauptstadt St. Pölten. Die Stadt im Zentrum Niederösterreichs hat sich seit ihrer Geburt vor 40 Jahren zu einem wichtigen Knotenpunkt im Austausch mit den Regionen entwickelt. Architektur, Boulevard, Lebensqualität und Genuss sind hier ebenso präsent wie die Vielfalt aus dem ganzen Land. Unser Motto ‚Essenszeit ist Lebenszeit‘ spiegelt wider, wie St. Pölten Lebensqualität mit Tradition, Stil und Moderne verbindet und zu einem zentralen Ort für Menschen aus dem ganzen Bundesland macht.“
    Toni Mörwald Sterne- und 4 Hauben Koch, Unternehmer, Autor

  • Vera Russwurm und Peter Hofbauer

    „Wir sind zwar Wiener, genießen aber seit Langem nicht nur unser Sommerhaus an einem kleinen, niederösterreichischen See, sondern auch das ungemein reichhaltige und stets wachsende kulturelle Angebot in diesem Bundesland. Bitte weiter so!“
    Vera Russwurm und Peter Hofbauer

  • Portrait Helene von Damm

    „Niederösterreich ist für mich mehr als ein Bundesland – hier bin ich aufgewachsen, und es berührt mich, seine Entwicklung der letzten vierzig Jahre zu sehen. Aus vertrauten Orten entstand ein moderner, selbstbewusster Raum mit bewahrten Wurzeln. Mein verstorbener Mann Jürgen Wilke prägte als Theaterintendant das kulturelle Leben. Heute wächst Niederösterreich wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich, und Herkunft wie Erinnerung bleiben lebendig.“
    Helene von Damm ehem. Botschafterinder Vereinigten Staaten in Österreich

 


AUFBRUCH FÜR EIN
EIGENSTÄNDIGES
NIEDERÖSTERREICH

 

Das Land war stark, vielfältig, leistungsfähig – aber ohne eigenes Zentrum. Politische Entscheidungen, kulturelle Strahlkraft, symbolische Orte lagen außerhalb. Erst mit der Landeshauptstadt bekam Niederösterreich eine innere Ordnung, einen klaren Bezugspunkt, eine gemeinsame Klammer.

St. Pölten wurde dieser Bezugspunkt. Nicht als Konkurrenz zu den Regionen, sondern als deren Verstärker. Nicht als Ersatz für Vielfalt, sondern als deren Plattform.

Die HAUPTSTADT machte sichtbar, was zuvor verstreut war: Verantwortung, Entscheidungsfähigkeit, Identität – einte all dies und machte somit Niederösterreich als Ganzes zur HAUPTSACHE.


 
Bettina Glatz-Kremsner
Franz Viehböck
Günther Ofner
Erwin Hameseder
Helmut Schwarzl
Stefan Jauk
Moritz Nowak
Monika Langthaler
Petra Bohuslav


  • Moritz Nowak

    "Als wir Gate Space gegründet haben, wollten wir zeigen, dass große Ideen nicht nur in den klassischen Raumfahrtzentren entstehen müssen. Heute entwickeln wir Technologien, die Satelliten im All präzise steuern können. Dass wir diesen Weg von Niederösterreich aus gehen können, ist für mich ein starkes Signal: Innovation kennt keine Grenzen – und manchmal beginnt sie genau dort, wo man den Mut hat, etwas Neues zu starten.“
    Moritz Novak
    Start-up Gründer GATE Space

  • Helmut Schwarzl

    „Niederösterreich hat vor 40 Jahren nicht nur seine eigene, unverwechselbare Identität durch die neue Landeshauptstadt St. Pölten definiert, sondern hat sich seither ebenso zu einem starken und vielfältigen Wirtschaftsstandort entwickelt, der sich insbesondere auch durch eine breit gefächerte und sehr erfolgreiche Industrie auszeichnet.“
    Helmut Schwarzl
    Geschäftsführer Geberit Produktions GmbH & Co KG

  • Franz Viehböck

    „Niederösterreich stand lange für Landschaft, Genuss und Tradition – Qualitäten, die bis heute prägend sind. Dazu kommt eine beeindruckende Entwicklung in Forschung, Technologie und Innovation. Lösungen entstehen hier, international relevant, in Biotechnologie, Weltraum, Medizin und Physik. Entscheidend: Diese Entwicklung ist im ganzen Land verankert. Tradition und Zukunft ergänzen sich, und genau darin liegt die Stärke Niederösterreichs – ein ausgewogenes System.“
    Franz Viehböck
    Vorstandsvorsitzender Berndorf Aktiengesellschaft

  • Günther Ofner

    „Als jemand, der täglich international vernetzt ist, sehe ich: Eine starke Region braucht ein Zentrum mitten im Land. St. Pölten erfüllt diese Rolle für Niederösterreich – kein Gegenpol zu Wien, sondern ein eigener Ausgangspunkt. Die Hauptstadt zieht nicht an, sie erzeugt Bewegung. Sie macht Niederösterreich als Ganzes anschlussfähig nach innen wie nach außen. So stärkt sie die Verbindung zwischen Regionen und den internationalen Austausch.“
    Günther Ofner
    Vorstandsdirektor Flughafen Wien

  • Bettina Glatz-Kremsner

    „Ich habe erlebt, wie sich Niederösterreich entwickelt hat – mit Mut, Klarheit und einem starken Gefühl für Zusammenhalt.“
    Bettina Glatz-Kremsner
    Generaldirektorin i.R., Honorarkonsulin

  • Erwin Hameseder

    "Im März 1986 entschieden sich die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher in einer Volksbefragung für St. Pölten als Landeshauptstadt. Dieses historische Ereignis gab der Entwicklung Niederösterreichs entscheidenden Rückenwind: Mit einem starken agrarischen und industriellen Rückgrat entstand ein selbstbewusstes, eigenständiges und wirtschaftsstarkes Bundesland – getragen von innovativen Menschen, erfolgreichen Unternehmen und seiner Landeshauptstadt. Raiffeisen NÖ-Wien freut sich darauf, diesen partnerschaftlichen Erfolgsweg auch in Zukunft fortzusetzen."
    Erwin Hameseder
    Generalanwalt des Raiffeisenverbandes

  • Petra Bohuslav

    "Die gemeinsam mit der Landeshauptstadt beschlossene und von ecoplus umgesetzte Regionalförderung war und ist für mich ein zentrales Instrument, um die Regionen Niederösterreichs zu stärken und weiterzuentwickeln. Seit 1986 konnten zahlreiche Projekte begleitet und gefördert werden – von Technologiezentren und Wirtschaftsparks bis hin zu kultureller und touristischer Infrastruktur sowie den Bergbahnen. All das hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Niederösterreich heute ein erfolgreiches Bundesland mit eigener Identität und selbstbewussten, stolzen Menschen ist.15 Jahre lang durfte ich als Landesrätin diesen dynamischen Weg Niederösterreichs aktiv mitgestalten und begleiten – eine Aufgabe, die mich bis heute mit großer Dankbarkeit erfüllt."
    Petra Bohuslav
    kaufmännische Geschäftsführerin Wiener Staatsoper GmbH, ehem. Landesrätin für Wirtschaft, Technologie und Tourismus

  • Stefan Jauk

    "St. Pölten hat in den vergangenen 40 Jahren eindrucksvoll gezeigt, welche Kraft aus regionaler Verantwortung entsteht. Heute vereint die Stadt wirtschaftliche Stärke, kulinarische Vielfalt, kulturelles Leben, regionale Verwurzelung und ein respektvolles Miteinander. Die Niederösterreichische Versicherung hat ihren Standort seit 2007 bewusst in St. Pölten gewählt – aus Überzeugung für Regionalität und Nähe zu den Menschen. Verantwortung, Vertrauen und Zusammenhalt prägen unser Engagement für diese Stadt – damals wie heute."
    Stefan Jauk
    Niederösterreichische Versicherung AG

  • „Als geborene Niederösterreicherin, die auch heute noch ihren Lebensmittelpunkt im Bundesland hat, verbindet mich sehr viel mit diesem Land. Besonders schön zu sehen ist, wie das Bewusstsein für unsere Natur und unsere einmaligen Kulturlandschaften in den letzten Jahrzehnten gewachsen ist und heute von vielen ganz selbstverständlich gelebt wird.“
    Monika Langthaler
    Direktorin der Schwarzenegger Climate Initiative

 


Luftansicht Landhaus, Landhausboulevard und Neue Herrengasse, Text: Hauptsache Niederösterreich.
 

HAUPTSTADT ALS
AUSGANGSPUNKT -
NICHT ALS ENDPUNKT;
ALS MOTOR -
NICHT ALS MAGNET

 

Von St. Pölten aus wurden Strukturen geschaffen, die weit über die Stadtgrenzen hinauswirken: politische Institutionen, kulturelle Leuchttürme, wissenschaftliche Einrichtungen, gesellschaftliche Formate und wirtschaftliche Impulse. Die Hauptstadt wurde zum Motor, der Bewegung erzeugt – nicht zum Magneten, der alles anzieht.

Gerade in Verbindung mit den Umbrüchen der späten 1980er- und 1990er-Jahre – dem Fall des Eisernen Vorhangs, der Öffnung Europas, neuen wirtschaftlichen und kulturellen Räumen – konnte Niederösterreich erstmals seine eigene Rolle neu definieren: nicht als Randlage, sondern als Gestaltungsraum.


 
Stephanie Hirschbüchler
Bernhard Treibenreif
Dietmar Fahrafellner, Landesfeuerwehrkommandant und Brandsdirektor der Stadt St. Pölten


Rudolf Striedinger
Ulrike Prommer
Drothea Draxler-Niemeczek
Christoph Badelt
Peter Filzmaier



  • Stephanie Hirschbichler

    „Als Ärztin und Forscherin ist es mir ein großes Anliegen, klinische Arbeit und wissenschaftliche Innovation miteinander zu verbinden. Am Universitätsklinikum St. Pölten bzw. der Karl Landsteiner Privatuniversität gelingt dies durch gezielte Förderprogramme (“Forschungsimpulse”), die Klinikern erlaubt den Spagat zwischen klinischer Leidenschaft und wissenschaftlicher Neugier zu wagen. Als Leiterin der dortigen Spezialambulanz für Bewegungsstörungen konnte ich von dieser Symbiose sowohl professionell als auch persönlich profitieren. Die Möglichkeit sich für Forschung freistellen zu lassen und gleichzeitig Patientinnen und Patienten zu behandeln, schafft genau jene Dynamik, die eine gute Medizin auszeichnet – Fortschritt, der direkt bei den Menschen ankommt.“
    Stephanie Hirschbichler
    Oberärztin

  • Ulrike Prommer

    „Die Fachhochschulen in Niederösterreich zeigen, was eine Hauptstadt leisten kann: Sie schafft Rahmenbedingungen, die weit über ihren Standort hinaus wirken. St. Pölten steht für Verteilung von Chancen, nicht für Zentralisierung. Bildung und Wissenschaft wird hier zur Hauptsache, die alle Regionen erreicht. Damit zeigt sich, dass eine Hauptstadt Impulse geben kann, die das gesamte Bundesland nachhaltig stärken und verbinden.“
    Ulrike Prommer
    Geschäftsführerin IMC University of Applied Sciences Krems, Vorsitzende der Fachhochschulkonferenz

  • Peter Filzmaier

    „Niederösterreich wurde vor mehr als 100 Jahren als Bundesland von Wien getrennt, also war es 1986 für die politische Identität des Landes sowohl parteiübergreifend wichtig als auch höchste Zeit, dass es eine eigene Hauptstadt gibt. Diese zu haben, das fördert das Selbstverständnis und Profil des Landes sowie führt durch Identifikationseffekte zu einem verstärkten Wir-Gefühl.“
    Peter Filzmaier

  • Christoph Badelt

    „St. Pölten symbolisiert ein berechtigtes Selbstwertgefühl Niederösterreichs, das aus dem Zusammenwirken von Hauptstadt und Regionen entsteht. Das Regierungsviertel zeigt durch seine Anlage Professionalität und modernes Verwaltungsverständnis. Dabei ist die Hauptstadt mehr als ein Ort: Sie bündelt Effizienz, Stabilität und Kompetenz eines Bundeslandes, dessen Identität in allen Regionen verankert ist und von dort aus Impulse für Entwicklung, Innovation und Lebensqualität im ganzen Land entfaltet.“
    Christoph Badelt
    em. o. Univ. Prof., Präsident des Fiskalrates

  • Rudolf Striedinger

    „Funktionierende Strukturen brauchen Zentren. Eine Hauptstadt ist mehr als ein Verwaltungssitz – sie koordiniert und schafft Verlässlichkeit. In Niederösterreich unterstützt St. Pölten diese Verbindung, indem hier Rahmenbedingungen und Entscheidungen entstehen, welche die Regionen stärken und verbinden. Die Hauptstadt trägt dazu bei, dass die Regionen effizient zusammenwirken, Politik greifbar ist und das Land als Ganzes funktioniert. Dafür leistet auch das in St. Pölten stationierte Militärkommando seinen Beitrag.“ 
    Rudolf Striedinger
    Chef des Generalstabes des Österreichischen Bundesheeres

  • Bernhard Treibenreif

    „Eine eigene Hauptstadt schafft Identität – und in 40 Jahren wuchs auch das Selbstbewusstsein der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. Durch gesellschaftlichen Zusammenhalt, durch eine klare Vision und gemeinsame Anstrengungen entwickelte sich - trotz der schwierigen Startbedingungen der Nachkriegszeit - ein äußerst erfolgreiches Bundesland, das ländliche Tradition, wirtschaftliche Innovation, Forschungsgeist sowie einen starken Arbeitsmarkt vereint. Neben Sicherheit und einer modernen Infrastruktur sind dies die Stärken unseres Bundeslandes!“
    Bernhard Treibenreif
    Leiter der Direktion Spezialeinheiten/Einsatzkommando Cobra

  • Dorothea Draxler-Niemeczek

    „Ein gefestigtes Landesbewusstsein basiert auf dem Dialog zwischen einem Zentrum und seinen Regionen. Die großartige Entwicklung unseres Bundeslandes wurde somit gestärkt und liefert seither Tag für Tag, jahrein, jahraus die optimalen Rahmenbedingungen dafür. In den vergangenen Jahrzehnten war es damit einhergehend auch möglich, Werte, wie das landesübliche Gwand, also die Tracht, die überlieferten Lieder und Weisen, die unterschiedlichen Dialekte oder die regionalen Speisen in unseren Landesvierteln, Talschaften und Ebenen in ein gesellschaftliches Bewusstsein zu rufen – ganz im Sinne von Wir tragen Niederösterreich.“
    Dorothea Draxler-Niemeczek Kulturmanagerin, Pädagogin und Rundfunkmoderatorin

  • Dietmar Fahrafellner

    „Vierzig Jahre Landeshauptstadt St. Pölten markieren einen entscheidenden Meilenstein in der Entwicklung Niederösterreichs. Für mich persönlich ist diese Entwicklung besonders prägend, da ich selbst in St. Pölten aufgewachsen bin und miterleben durfte, wie sich die Stadt zu einem selbstbewussten Zentrum unseres Bundeslandes entwickelt hat. Ganz im Sinne von „Hauptsache Niederösterreich“ zeigt sich auch aus Sicht der Feuerwehren, wie wichtig Zusammenhalt und ein starkes Miteinander im ganzen Land sind. In den vergangenen Jahrzehnten ist ein flächendeckendes, leistungsstarkes Netzwerk entstanden, getragen von tausenden engagierten Feuerwehrmitgliedern, die tagtäglich für die Sicherheit der Bevölkerung in Niederösterreich sorgen. Diese Entwicklung macht deutlich: Niederösterreich hat seinen Mittelpunkt gefunden – und ist durch den Einsatz und die Gemeinschaft seiner Menschen bestens für die Zukunft aufgestellt.“
    Dietmar Fahrafellner
    Landesfeuerwehrkommandant und Branddirektor der Stadt. St. Pölten

 


Luftaufnahme des Museum NÖ und des Festspielhaus NÖ
 

Termine und Veranstaltungen

 
Sandra Schirk
Lukas Karner
Leo Schmelzer
Manfred Ainedter
Rainer Pariasek
Renate Waldhäusl-Taus
Vroni Aigner



  • Leo Schmelzer

    „Ich mach meine Lehre bei der ÖBB und geh in die Berufsschule – und ich merk jeden Tag, wie gut die Ausbildungsmöglichkeiten in Niederösterreich sind. Ich bekomme eine solide Ausbildung und hab echte Chancen für meine Zukunft. Für mich heißt das: Hier kann ich bleiben und mir was aufbauen. Hauptsache Niederösterreich."
    Leo Schmelzer
    Lehrling für Mechatronik, ÖBB

  • Sandra Schirk

    "Es ist eine Herzensaufgabe, Kinder auf ihren ersten wichtigen Lebensschritten zu begleiten. Jedes Kind ist einzigartig – mit eigenen Stärken, Träumen und Bedürfnissen. Es erfüllt mich, sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen, ihnen Sicherheit zu geben und ihre Neugier auf die Welt zu fördern. Die Arbeit mit Kindern ist für mich nicht nur Beruf sondern echte Leidenschaft. Denn sie sind unsere Zukunft – und verdienen die bestmögliche Begleitung auf ihrem Weg. In Niederösterreich werden die besten Rahmenbedingungen dafür geschaffen."
    Sandra Schirk
    Kindergartenpädagogin

  • Lukas Karner

    "Ich bin dankbar für alles, das ältere Generationen die vergangenen 40 Jahre aufgebaut haben. Und stolz, dieses Erbe in den Weingärten und im Keller weiterzuführen."
    Lukas Karner
    Weinbauer und Student

  • Manfred Ainedter

    "Ich bin seit meinen Jugendtagen Zweitwohnsitzer im Semmering-Gebiet und damit gewissermaßen Zeitzeuge der wirtschaftlichen und kulturellen positiven Entwicklung dieses Bundeslandes, wo ich mich in meiner Freizeit gut und gerne von meiner anstrengenden Tätigkeit erholen kann."
    Manfred Ainedter
    Rechtsanwalt

  • Renate Waldhäusl-Taus

    „Ich bin keine gebürtige Niederösterreicherin, lebe aber in Nußdorf und schätze das angrenzende Land sehr. Orte wie Klosterneuburg zeigen Charme, Lebensqualität und Nähe: kurze Wege, Natur und gepflegte Freizeitmöglichkeiten. Lokale wie Waldhof oder Bonka verbinden Stadt und Land. Niederösterreich ist für viele Wienerinnen und Wiener Teil ihres Lebensraums. Das Land wirkt über Grenzen hinaus und bleibt in jeder Region unverwechselbar – genau das macht seine Stärke aus.“
    Renate Waldhäusl-Taus
    Unternehmerin

  • Vroni Aigner

    „Für uns Paraolympioniken zählt Niederösterreich zu den Top-Standorten in Österreich. Mit Einrichtungen wie dem Olympiazentrum St. Pölten, dem Leistungszentrum Südstadt, der Skimittelschule Lilienfeld und dem Trainingszentrum Waidhofen an der Ybbs stehen uns erstklassige Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Niederösterreich setzt damit Maßstäbe und zeigt, was im Sport alles möglich ist!“
    Vroni Aigner
    Sportlerin

  • Rainer Pariasek

    „Konnte sich Niederösterreich vor ein paar Jahrzehnten vielleicht hauptsächlich durch die Landwirtschaft und durch den Wein einen Namen machen, so ist unser Bundesland längst in allen Bereichen in der Champions League angekommen: In der Wirtschaft, in der Kultur, in der Bildung, im Tourismus und was mich persönlich besonders freut - natürlich auch im Sport (und zwar auch im Wintersport, wie die Goldmedaillen bei den jüngsten Olympischen Spielen und Paralympics in Mailand/Cortina gezeigt haben). Ich bin stolz, mich als Niederösterreicher bezeichnen zu dürfen.“
    Rainer Pariasek
    Moderator

 


KUNST UND KULTUR
ALS MOTOR

 

Mit der Entscheidung für die Landeshauptstadt begann 1986, was heute weit über die Regionen hinausstrahlt: Eine starke Mitte und selbstbewusste Regionen machen Kunst und Kultur in harmonischer Symbiose in ganz Niederösterreich sichtbar. 

Die Entscheidung für eine eigene Landeshauptstadt war von Anfang an mehr als eine politische Entscheidung. Sie war auch ein gesellschaftliches und kulturelles Bekenntnis. Eine neue Hauptstadt brauchte Identität, Ausstrahlung und Profil. Kultur wurde gezielt als Motor der Stadt- und Landesentwicklung eingesetzt. Die Landeshauptstadt vernetzt, inspiriert zur Zusammenarbeit und setzt neue Impulse. Sie gibt Kunst und Kultur ein Zentrum, ohne zu dominieren. Das Umland profitiert von dieser starken Mitte. So konnte die Kunst und Kultur in den Regionen ihr eigenes Profil schärfen, ihre Stärken ausspielen und ihre eigenen Geschichten erzählen. Die Hauptstadt wirkt nicht als Machtpol, sondern als Knotenpunkt, der verbindet. 

 
Landtagsschiff vom Landhausboulevard aus gesehen


 

DAS LANDTAGSSCHIFF


Das St. Pöltner Landtagsschiff ist kultureller Blickfang und Symbol für Demokratie, Aufbruch und Niederösterreichs Eigenständigkeit. Der auf Stützen errichtete Bau mit dem Sitzungssaal des Landtags 
schwebt über dem Wasser am Landhausplatz. An der Traisen arbeiten Landtag, Landesregierung und Verwaltung an einem Ort. Transparent, offen und mit kurzen Wegen.

Zwischen 1992 und 1997 entstand dieses politische Zentrum des Landes. Mit der Übersiedelung aus Wien wurde aus abstrakter Zuständigkeit spürbare Nähe zu den Regionen. Entscheidungen für Kinder- und Altenbetreuung, für einen starken Wirtschafts- und Kulturstandort fallen hier: eigenständig, direkt spürbar und wirksam in allen Regionen. Das Regierungsviertel ist ein Projekt historischer Tragweite. Herzstück ist das Landtagsschiff als Sitz des Landtages. Weithin sichtbar setzt der Klangturm von Ernst Hoffmann als futuristischer „Leuchtturm“ einen vertikalen Akzent und öffnet bis heute Räume für Klangkunst und Neue Medien.

Das Landhaus.

 
Festspielhaus bei Nacht


 

DAS FESTSPIELHAUS


Das Festspielhaus St. Pölten, ein architektonisches Glanzstück, holt Weltkunst in Musik und zeitgenössischem Tanz ins Land.

Seit 1997 ist es im Kulturbezirk ein international ausgerichtetes Produktions- und Koproduktionshaus und Residenz des Tonkünstler-Orchesters. Von Klaus Kada markant entworfen und orchester- und bühnentechnisch auf höchstem Niveau, steht es für Qualität und Offenheit. Internationale Compagnien und Orchester arbeiten hier, Premieren entstehen in St. Pölten und gehen von hier aus auf Tournee. So verlagert das Haus kulturelle Strahlkraft bewusst aus den Metropolen ins Land und macht die Landeshauptstadt zu einem Standort europäischer Weltkunst. Als Magnet für in- und ausländisches Publikum, Kunstschaffende und Medien prägt es den Kulturbezirk als neues Zentrum der Landeshauptstadt.  Spitzenkunst hat hier ein Zuhause, auch außerhalb der Großstadt.

www.festspielhaus.at

 
Museum NÖ, Eingang und Vorplatz


 

DAS MUSEUM 
NIEDERÖSTERREICH


Das Museum Niederösterreich erzählt unser Land als Ganzes: Natur, Geschichte und Gegenwart unter einem Dach. Es vermittelt Wissen zeitgemäß und verbindet Vielfalt zu einer gemeinsamen Erzählung. 

2002 nach Plänen von Hans Hollein im Kulturbezirk eröffnet, verbindet das Haus markante Architektur mit Offenheit zur Stadt. Großzügige Räume, klare Wege und Sichtachsen prägen die Architektur. Die Neugestaltung des Vorplatzes und  Eingangsbereiches  öffnen das Museum zusätzlich als öffentlichen Aufenthalts- und Veranstaltungsraum. Inhaltlich bündelt das Museum Landesgeschichte, Landschaft, Tierwelt, politische Entwicklungen und Alltagskultur zu einer gemeinsamen Erzählung: eine in Österreich seltene Kombination. Als Gedächtnis- und Wissensort bringt es Schulklassen, Familien, Forschende sowie Besucherinnen und Besucher zusammen. Wissen wird hier lebendig, Identität wächst aus Wissen und der Erfahrung, Teil eines größeren Ganzen zu sein.

www.museumnoe.at

 
Aussenaufnahme des Landestheaters


 

DAS LANDESTHEATER


Das Landestheater Niederösterreich steht mit seinen vielfach ausgezeichneten Produktionen für Professionalität, Verlässlichkeit und künstlerische Qualität. Mit eigenem Ensemble, ganzjährigem Spielbetrieb und eigener Handschrift bringt es Theater in alle Regionen des Landes.

Mit Wurzeln bis ins Jahr 1820 und einer späteren Neupositionierung als Ensemble- und Produktionshaus verkörpert das Theater in St. Pölten kontinuierliche, hochwertige künstlerische Arbeit. Hier entstehen Inszenierungen mit eigener Handschrift, die weit über die Landesgrenzen hinaus reisen. Preise und Nominierungen im deutschsprachigen Raum bestätigen regelmäßig die Qualität des Hauses. Mitten in der Altstadt verankert, belebt das Landestheater das Stadtleben, schafft Raum für Auseinandersetzung und wirkt als öffentliche Infrastruktur – unverzichtbar wie Schule oder Verwaltung.

www.landestheater.net/at

 

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