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ARBEITSPROGRAMM ZUR

TOURISMUSSTRATEGIE NIEDERÖSTERREICH 2030+

 

Die Tourismusstrategie Niederösterreich 2030+ schafft die Grundlage, um Tourismusbetriebe gezielt in ihrer Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit zu stärken. Dazu werden Investitionen, Qualitätsentwicklung, Digitalisierung und KI ebenso unterstützt wie nachhaltige und resiliente Betriebsmodelle sowie die Weiterentwicklung hochwertiger Angebote.

Das Wirtschaftsressort des Landes Niederösterreich sowie alle Partnerinnen und Partner schaffen dadurch ein Umfeld, in dem qualitätsvolle Betriebe wachsen, innovative Angebote entstehen und Niederösterreich als ganzjährig attraktive, hochwertige Erlebnisdestination weiter an Profil gewinnt.

 
Die Tabelle zum Arbeitsprogramm der neuen Tourismusstrategie Niederösterreich 2030+ mit dem Leitsatz “Tourismusland Niederösterreich. Qualität schafft Erlebnisse“ bildet in 3 Spalten auf oberster Ebene die 3 Ziele, darunter die 3 Handlungsfelder, als Quer
 
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Ziel 1: Erhöhung der Produktivität & Wettbewerbsfähigkeit der Tourismusbetriebe

Betriebsansiedelung, Investitionen, Qualitätsentwicklung, Resilienz & Nachfolge

Neue qualitätsvolle Tourismusbetriebe werden gezielt angesiedelt und bestehende weiterentwickelt. Das ecoplus-Programm „Beherbergung.aktiv“ fördert neue Beherbergungsprojekte, hochwertige Kapazitäten sowie innovative Camping-Angebote durch Standortidentifikation, Investoransprache und Projektbegleitung. Zudem stärken Investitionen, Förderungen und Beratung im Tourismussystem Niederösterreich Qualität, Innovation, Nachhaltigkeit, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit.

Das ecoplus-Aktionsprogramm „Gastgebercoaches“ wird 2027 fortgeführt und neu ausgerichtet, um Coaches als zentrale Ansprechpartner touristischer Betriebe für Zukunftsthemen wie Digitalisierung, KI, Nachhaltigkeit und Resilienz zu etablieren. Regelmäßige Weiterbildungen für die Gastgebercoaches und übergeordnete Koordination sichern die Qualität.

Zudem sollen Betriebsübergaben durch Instrumente wie eine Nachfolge-Börse erleichtert werden, ergänzt durch bestehende Beratungsangebote, insbesondere der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Das Ziel ist die langfristige Sicherung qualitätsorientierter Betriebe, die Anstoßung neuer Investitionen und die Steigerung der Bettenauslastung – insbesondere in höheren Qualitätssegmenten – zur Stärkung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit niederösterreichischer Tourismusbetriebe.


Digitalisierung & KI in den Betrieben

Digitale Anwendungen und Künstliche Intelligenz sollen Tourismusbetriebe dabei unterstützen, Prozesse effizienter zu gestalten, administrative Aufgaben zu reduzieren und die Servicequalität zu erhöhen. Im Fokus stehen praxisnahe Lösungen für Buchung, Gästekommunikation, Content-Erstellung und -Aufbereitung sowie digitale Anfrage- und Verkaufsprozesse. Schulungen, Gastgeber-Coaches und gemeinsame Standards sollen digitales Wissen rasch und anwendungsorientiert in die Betriebe bringen. Ziel ist es, digitale Lösungen breiter einzusetzen, Prozesse zu vereinfachen, die digitale Sichtbarkeit zu erhöhen und mehr Zeit für Service und Gastgeberqualität zu schaffen.


Smarte Regulierung & digitale Verwaltung

Behördliche und administrative Abläufe sollen einfacher, schneller und stärker digital abgewickelt werden. Bestehende Verfahren werden laufend auf Vereinfachungspotenziale geprüft und bürokratische Hürden reduziert. Mit Maßnahmen wie dem „Verfahrensexpress plus“ sollen relevante Betriebsanlagen- und Genehmigungsverfahren beschleunigt und vereinfacht sowie digitale Einreichmöglichkeiten und Online-Beratungsangebote weiter ausgebaut werden. Auch die „Taskforce Wirtschaft“ setzt Impulse zur Verfahrensbeschleunigung und bietet damit den niederösterreichischen Tourismusbetrieben gezielte Unterstützung - besonders bei Gründungen und der Übernahme von Betrieben entscheidende Zeitvorteile.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einem durchgängigen digitalen Meldewesen sowie der besseren Verknüpfung von Melde-, Statistik- und Abgabensystemen. Über geeignete Schnittstellen sollen vorhandene Daten mehrfach nutzbar gemacht und Medienbrüche sowie Doppelmeldungen vermieden werden. Neue Verfahren und digitale Anwendungen können dort, wo es sinnvoll ist, zunächst in Pilot-Modellen erprobt werden. Ziel sind effizientere und besser planbare Verfahren sowie eine spürbare Entlastung für Tourismusbetriebe und Gemeinden.


Datenmanagement, -analyse & strategische Steuerung

Verlässliche, aktuelle Daten sollen gebündelt und standardisiert für die touristische Steuerung nutzbar gemacht werden. Im Fokus stehen Analysen zu Nächtigungen, Auslastung, Nachfrage und Gästestrukturen sowie Prognosen. Die Datenbasis erfasst umfassend Geschäftsfelder wie Ausflugstourismus (Frequenz-, Ticketingdaten), Gesundheitstourismus und Wirtschaftstourismus (Tagungen), soweit datenschutzrechtlich möglich.

Künstliche Intelligenz unterstützt bei der Früherkennung von Entwicklungen und Mustern, um Entscheidungsgrundlagen schneller bereitzustellen. Ziel ist ein besseres Verständnis von Trends zur fundierten Steuerung von Angeboten, Investitionen und Maßnahmen.

 
 
Bild © Weinviertel Tourismus

Ziel 2: Ausbau von qualitätsvollen, nachhaltigen & wertschöpfenden Tourismusangeboten

Entwicklung von Angebotsgruppen für Qualitätspartner

Qualitätsorientierte Angebotsgruppen bündeln Betriebe mit klaren Standards, schaffen Orientierung für Gäste und heben hochwertige Angebote hervor. Bestehende Initiativen wie Selected Stays oder Radpartner werden erweitert; zudem entstehen neue Gruppen in den Schlüsselbereichen Gesundheit, Camping, neuen Beherbergungsformen und Workation.

Die Aufnahme als Qualitätspartner erfolgt auf Basis nachvollziehbarer Kriterien, wobei die Betriebe zugleich bei ihrer Weiterentwicklung unterstützt werden. Ziel ist der gezielte Ausbau von qualitätsvollen, nachhaltigen und wertschöpfenden Tourismusangeboten, um Qualität, Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.


Nachhaltigkeit & sanfte Mobilität

Nachhaltigkeit wird als zentrales Qualitäts- und Zukunftsprinzip verankert: Durch regionale Beschaffung, Ressourceneffizienz und anerkannte Zertifizierungen entstehen klare Standards und unterstützen eine glaubwürdige und rechtssichere Nachhaltigkeitskommunikation im Sinne der EmpCo-Richtlinie. Angebote werden zudem an klimatische Herausforderungen, wie Hitze, Trockenheit und Wasserverfügbarkeit, angepasst.

Die nachhaltige Mobilität (Bahn, Rad, Sharing-Angebote) soll bereits bei der Reiseplanung einfach zugänglich gemacht werden. Das ecoplus-Programm „Nachhaltige Tourismusmobilität“ fördert Pilotprojekte der sechs Tourismusdestinationen hin zu nachhaltigen Mobilitätsformen, ergänzt durch ein neues Finanzierungs-Tool für regionale Projekte, das die Entwicklung und Umsetzung geeigneter regionaler touristischer Mobilitätslösungen erleichtern soll.

Ziel ist die Zusammenarbeit aller regionaler Akteure für einen wirtschaftlich tragfähigen, ressourcenschonenden und klimaresilienten Tourismus, der Niederösterreich nachhaltig erreichbar macht und die Lebensqualität stärkt.


Touristische Angebots- und Produktentwicklung im Sinne von Wertschöpfung und Nächtigungen

Die vier Kernkompetenzen bilden die Basis für marktfähige Produkte in Niederösterreich, indem regionale Besonderheiten zu buchbaren Gesamterlebnissen und Leitprodukten verknüpft werden. Im Feld Natur & Bewegungsräume unterstützt das ecoplus-Aktionsprogramm „Radwegebeschilderungsoffensive“ den Ausbau zur Top-Radregion durch einheitliche Beschilderung und gezielte Verbesserungen mit Gemeinden und Destinationen.

Zudem bearbeiten thematische Arbeitsgruppen – etwa zu Kulturtourismus, Gesundheitstourismus, Kulinarik oder weiteren strategischen Feldern – Entwicklungsthemen gemeinsam mit Partnern und leiten diese in die operative Umsetzung über. Ziel ist es, Reiseanlässe zu schaffen, Aufenthalte zu verlängern und die touristische Wertschöpfung zu steigern.


Ganzjährige & saisonverlängernde Angebotsentwicklung

Die touristische Angebotsentwicklung der Niederösterreich Werbung und der sechs Tourismusdestinationen soll gezielt Zeiträume mit Nachfragepotenzial stärken, wobei regionale Unterschiede beachtet werden. Ziel ist nicht die Ganzjahresöffnung, sondern eine wirtschaftlich sinnvolle Saisonverlängerung.

Angebote müssen hinsichtlich Öffnungszeiten und Nutzbarkeit besser abgestimmt werden. Die vier Kernkompetenzen sowie Ausflugs-, Gesundheits- und Wirtschaftstourismus bieten Ansatzpunkte für attraktive Nebensaison-Anlässe; Gruppenreisen verbessern zudem die Kapazitätsauslastung.

Durch qualitätsvolle Produkte sollen mehrsaisonale Potenziale und bestehende Kapazitäten bestmöglich genutzt werden, um die Saisonalität zu reduzieren und Niederösterreich als resilientes Tourismusziel zu festigen.

 
 
Bild © Die Abbilderei

Ziel 3: Positionierung als ganzjährig attraktive & qualitativ hochwertige  Erlebnisdestination

Markenpositionierung & Markenführung 

Die Marke „Urlaub in Niederösterreich“ dient als gemeinsame Klammer für den touristischen Auftritt des Landes. Ihre Werte und Leistungsversprechen sollen entlang der gesamten Customer Journey – von der Inspiration bis zur Gästebindung – einheitlich erlebbar werden.

Durch die vier Kernkompetenzen, authentisches Storytelling und unverwechselbare Erlebnisse wird eine klare Markenpositionierung angestrebt. Ziel ist es, Niederösterreich stärker als Kurz- und Haupturlaubsland zu profilieren und die Wettbewerbsfähigkeit national sowie international zu stärken.


Zielgruppenadäquate Kommunikation der Kernkompetenzen

Die vier Kernkompetenzen – Regionale Kulinarik & Wein, Kunst- & Kulturerlebnis, Natur & Bewegungsräume sowie Gesundheit & medizinische Expertise – bilden das Fundament der Marktkommunikation.

Zielgruppengerecht aufbereitete Geschichten und Leitprodukte inszenieren diese Inhalte emotional als konkrete Reiseanlässe. Damit sollen Bekanntheit und Begehrlichkeit gesteigert werden, um zusätzliche Reisen nach Niederösterreich auszulösen.


Internationalisierung & Bearbeitung neuer, potenzialstarker Märkte

Niederösterreich strebt in ausgewählten Märkten, insbesondere Zentraleuropa, gezielt an Sichtbarkeit und Relevanz zu gewinnen. Die Donauregion und die Nähe zu Wien dienen als strategische Vorteile. Hochwertige Produkte werden mehrsprachig (u.a. Englisch) aufbereitet, um internationale Auffindbarkeit und Vertriebswege zu sichern.

Die Marktbearbeitung wird durch digitale Kommunikation, Medienarbeit und KI-gestützte Suche erweitert. Ziel ist die Erschließung neuer Gästepotenziale sowie eine breitere und resilientere Nachfragebasis.


Kundenorientierte Kommunikation entlang der gesamten Customer Journey

Die Kommunikation begleitet Gäste konsequent von der Inspiration bis zur Wiederkehr, wobei Inhalte zielgruppenspezifisch und kanalübergreifend bereitgestellt werden.

Ein Fokus liegt auf digitaler Auffindbarkeit (inkl. KI-Systeme) sowie nahtloser Buchungsmöglichkeit. Bestehende Instrumente wie die NÖ-CARD und digitale Plattformen sollen unter Einhaltung rechtlicher Vorgaben vernetzt und für personalisierte Ansprache genutzt werden. Zudem wird eine glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation sichergestellt, die spezifische Anforderungen der Geschäftsfelder berücksichtigt.

Ziel ist die Umwandlung von Aufmerksamkeit in Buchungen, die optimale Begleitung während des Aufenthalts und der Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen.


 
 
 

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Cover der Broschüre
 
 

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