Zukunftsgespräche

 

Viertes Zukunftsgespräch:
Ehrenamt in Niederösterreich: Zusammenhalt lebt vom Mitmachen

Wie kann freiwilliges Engagement auch in Zukunft gelingen und wie können insbesondere junge Menschen für das Ehrenamt begeistert werden? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das vierte Zukunftsgespräch der Initiative „Mein Land denkt an morgen“ am 15. Oktober 2026 in Groß-Siegharts.

Unter dem Titel „Ehrenamt und Freiwilligenwesen – Wie wir den Zusammenhalt von morgen gestalten“ diskutierten Schirmherrin MOKI Niederösterreich (Mobile Kinderhilfe) Elisabeth Engstler, Geschäftsführer der Kultur.Region.Niederösterreich Martin Lammerhuber, und NÖ Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner gemeinsam mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern über die Zukunft des freiwilligen Engagements in Niederösterreich.

Den wissenschaftlichen Impuls lieferte Politikwissenschafter Peter Filzmaier, der aktuelle Ergebnisse aus den Befragungen der Zukunftsinitiative präsentierte. Diese zeigen, dass sich mehr als 30 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher innerhalb eines Jahres ehrenamtlich engagieren.

Die Diskussion machte deutlich: Freiwilliges Engagement ist eine unverzichtbare Grundlage für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Niederösterreich. Um dieses auch in Zukunft zu sichern, braucht es flexible Möglichkeiten des Mitmachens, Anerkennung und Wertschätzung sowie attraktive Angebote für junge Menschen.

Die Erkenntnisse des Zukunftsgesprächs fließen in die weitere Arbeit der Initiative „Mein Land denkt an morgen“ ein und sollen Impulse für die Zukunft Niederösterreichs liefern.

  • v.l.n.r.: Moderator und Leiter Zukunftsinitiative Mag. Friedrich Faulhammer, Landesamtsdirektor Mag. Werner Trock, Elisabeth Engstler, Univ.-Prof. Dr. Peter Filzmaier, Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner, Bürgermeister Ulrich Achleitner, Geschäftsführer Kultur.Region.Niederösterreich Martin Lammerhuber, Bezirksfeuerwehrkommandant Michael Litschauer

    v.l.n.r.: Moderator und Leiter Zukunftsinitiative Mag. Friedrich Faulhammer, Landesamtsdirektor Mag. Werner Trock, Elisabeth Engstler, Univ.-Prof. Dr. Peter Filzmaier, Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner, Bürgermeister Ulrich Achleitner, Geschäftsführer Kultur.Region.Niederösterreich Martin Lammerhuber, Bezirksfeuerwehrkommandant Michael Litschauer

    Foto Franz Gleiß

  • v.l.n.r. Friedrich Faulhammer, Werner Trock, Elisabeth Engstler, Peter Filzmaier, Dietmar Fahrafellner, Martin Lammerhube
Foto Franz Gleiß

    v.l.n.r. Friedrich Faulhammer, Werner Trock, Elisabeth Engstler, Peter Filzmaier, Dietmar Fahrafellner, Martin Lammerhuber

    Foto Franz Gleiß

  • Veranstaltungsbesucher
Foto Franz Gleiß

    Veranstaltungsbesucher

    Foto Franz Gleiß

  • Veranstaltungsbesucher
Foto Franz Gleiß

    Veranstaltungsbesucher

    Foto Franz Gleiß

  • Angela Fichtinger
Foto Franz Gleiß

    Angela Fichtinger

    Foto Franz Gleiß

  • Zuhörer bei Publikumsfrage
Foto Franz Gleiß

    Zuhörer bei Publikumsfrage

    Foto Franz Gleiß

  • Zuhörerin bei Publikumsfrage
Foto Franz Gleiß

    Zuhörerin bei Publikumsfrage

    Foto Franz Gleiß

  • Am Podiusm v.l.n.r. Friedrich Faulhamer, Peter Filzmair, Martin Lammerhuber, Elisabeth Engstler, Dietmar Fahrafellner
Foto: Franz Gleiß

    Am Podiusm v.l.n.r. Friedrich Faulhamer, Peter Filzmair, Martin Lammerhuber, Elisabeth Engstler, Dietmar Fahrafellner

    Foto: Franz Gleiß

  • Zuhörerinnen und Zuhörer der Veranstaltung
Foto: Franz Gleiß

    Zuhörerinnen und Zuhörer der Veranstaltung

    Foto: Franz Gleiß


 

Zukunftsfragen - Ein Beitrag aus der Zeitschrift "Perspektiven"

"Mein Land denkt an morgen" - Zukunftsinitiative des Landes Niederösterreich 

Die wichtigsten Fragen haben oft ein Wort gemeinsam: morgen. Wovon leben wir morgen? Wie leben wir morgen? Worauf achten wir morgen? Wer wollen wir morgen sein? Und wie organisieren wir uns morgen? Genau diesen Fragen widmet sich die Zukunftsinitiative des Landes Niederösterreich, „Mein Land denkt an morgen“.

1986. Die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher stehen vor einer his-
torischen Entscheidung. Soll Niederösterreich eine eigene Landeshauptstadt bekommen? Damals weiß niemand, 
wie sich das Land einmal entwickeln wird. Niemand kennt das Internet. Niemand trägt ein Smartphone in der 
Tasche. Künstliche Intelligenz ist noch unbekannt. Viele Berufe, die heute  selbstverständlich sind, gibt es damals 
noch gar nicht. Wirtschaft, Gesundheitsversorgung und Pflege, Mobilität und Bildung – kaum ein Bereich hat sich in den darauffolgenden Jahrzehnten nicht grundlegend verändert.

LANDESHAUPTENTSCHEIDUNG

Und trotzdem haben die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher damals eine Entscheidung mit Blick auf die Zukunft getroffen.  40 Jahre später wissen wir: Diese Entscheidung war mutig, sie war aber auch richtig und wichtig. Denn die Landeshauptstadt-Entscheidung hat nicht nur für St. Pölten wichtige Weichenstellungen und Investitionen gebracht, sondern sie wurde auch zum Motor für die Entwicklung des gesamten Landes. St. Pölten wurde zum Sitz der Landesregierung, des Landtages und der Landesverwaltung, es entstanden Kultureinrichtungen wie das Festspielhaus, das damalige Landesmuseum (heute Museum Niederösterreich) oder auch das KinderKunstLabor, Bildungseinrichtungen wie die University of Applied Sciences (USTP) oder die New Design University (NDU), und das Universitätsklinikum wurde zum größten Klinikstandort in ganz Niederösterreich.Gleichzeitig wurden mit der Regionalförderung Impulse gesetzt, die in alle Regionen des Landes hineinwirken – bis zum heutigen Tag. 

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bezeichnete die Entscheidung der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher in einem großen Festakt am 10. Juli, also auf den Tag genau 40 Jahre nach dem Beschluss des Niederösterreichischen Landtages, als eine „Entscheidung mit Weitblick: für Eigenständigkeit, für eine eigene Landesidentität, für ein starkes Zentrum mitten in Niederösterreich und ein starkes Zentrum für Niederösterreich.“ Heute sei die Landeshauptstadt St. Pölten „das Herz des Landes und ein Motor für die Regionen“, betonte sie und unterstrich: „Sie ist das Zentrum unseres Bundeslandes. Sie ist das Herz unserer Heimat. Sie ist unsere Landeshauptstadt.“

Die Geschichte zeigt also: Zukunft entsteht nicht zufällig. Zukunft beginnt dort, wo Menschen mutige Entscheidungen treffen und bereit sind, heute Verantwortung für morgen zu übernehmen. Und genau dieser Gedanke steht auch hinter der Zukunftsinitiative „Mein Land denkt an morgen“.

FÜNF OFFENE FRAGEN

Am Anfang der Initiative stehen aber keine fertigen Antworten, sondern fünf offene Fragen: Wovon leben wir morgen? Wie leben wir morgen? Worauf achten wir morgen? Wer wollen wir morgen sein? Und wie organisieren wir uns morgen? Fragen, die sich vielleicht jeder oder jede Einzelne dann und wann stellt – Niederösterreich stellt sich diesen Fragen als Land. Und zwar systematisch, mit Bürgerbeteiligung, mit wissenschaftlicher Unterstützung und mit Zukunftsgesprächen im ganzen Land. 

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bringt den Anspruch der Initiative auf den Punkt: „Wir wollen wissen, wie die Menschen im Land denken, welche Entwicklungen sich abzeichnen und wo wir heute handeln müssen, um Niederösterreich gut auf die Zukunft vorzubereiten.“ Der Politik werde oft vorgeworfen, nur auf aktuelle Probleme zu reagieren und zu wenig langfristig zu arbeiten, meint die Landeshauptfrau: „Wir in Niederösterreich zeigen, dass es auch anders geht. Wir wollen die beste Zukunft für unsere Kinder schaffen, und dafür braucht es klare Strategien und langfristige Planung.“ Als Beispiele dafür sind etwa der Ausbau der Kinderbetreuung, der Gesundheitsplan 2040+ und die Entwicklung der neuen Wirtschaftsstrategie für mehr Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stabilität zu nennen. 

FÜNF ZUKUNFTSGESPRÄCHE

Das Herzstück der Initiative sind die Zukunftsgespräche, die ganz bewusst dezentral in den Regionen des Landes stattfinden. Insgesamt fünf Zukunftsgespräche sind für das Jahr 2026 geplant, jedes ist einer zentralen Frage gewidmet. Die Ergebnisse fließen dann direkt in die weitere Arbeit ein. Der Ablauf ist dabei immer derselbe – und doch jedes Mal neu: Zuerst ordnen Expertinnen und Experten das Thema wissenschaftlich ein, dann öffnet sich der Raum für Diskussionen mit Fachleuten, Entscheidungsträgern und dem Publikum. Friedrich Faulhammer, der Leiter der Zukunftsinitiative des Landes, fasst den Anspruch der Reihe so zusammen: „Es geht darum, zuerst Orientierung zu geben und dann ins Gespräch zu kommen. Die Zukunftsgespräche verbinden Analyse und Austausch –  sachlich, offen und mit Blick auf das große Ganze.“ Denn Zukunft beginnt dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen.

VERWALTUNG

Den Auftakt machte im Frühjahr Kottingbrunn mit einem Zukunftsgespräch zu einer Frage, die jeden und jede betrifft: „Wie muss Verwaltung organisiert sein, damit sie im Alltag wirklich hilft?“ Unter dem Titel „Zukunftsfit verwalten: Service, Tempo und Vertrauen“ wurde über konkrete Wege einer modernen, bürgernahen Verwaltung gesprochen. Univ.-Prof. Peter Filzmaier verwies dabei auf die Perspektive der Bevölkerung: „Die Befragung zeigt sehr klar, dass die Bürgerinnen und Bürger keine Verwaltung nach einem Entweder-oder-Prinzip wollen. Sie wünschen sich für Amtswege sowohl mehr digitale Möglichkeiten als auch wie bisher persönliche Erreichbarkeit, verständliche Auskünfte und verlässliche Abläufe. Wenn 79 Prozent gerne die persönliche Begegnung mit Behörden nutzen, 77 Prozent das Telefonat mit einer realen Person und zugleich 80 Prozent E-Mail-Kommunikation bevorzugen, dann ist die Botschaft eindeutig: Digitalisierung ist eine von den Menschen gewollte Notwendigkeit, moderne Verwaltung muss schneller und einfacher werden. Sie darf dabei aber den menschlichen Kontakt nicht verlieren.“ 

Katrin Praprotnik hob die Bedeutung von Vertrauen hervor: „Vertrauen entsteht dort, wo Menschen Entscheidungen nachvollziehen können und sich mit ihren Anliegen ernst genommen fühlen.“ Univ.-Prof. Christoph Badelt betonte die Bedeutung der Analyse: „Wenn Anforderungen steigen und Ressourcen begrenzt sind, wird Effizienz zu einer zentralen Zukunftsfrage. Niederösterreich setzt hier mit einem österreichweit bemerkenswerten Prozess an. Verwaltung soll leistungsfähiger werden, Spielräume für Zukunftsinvestitionen schaffen und den Menschen im Alltag schneller und verständlicher helfen.“  Am Podium unterstrich Landesamtsdirektor Werner Trock: „Das Ziel der Landeshauptfrau ist klar: Niederösterreich soll das modernste und schnellste Bundesland werden – und das schönste bleiben. Für die Landesverwaltung ist das kein bloßes Versprechen, sondern ein Arbeitsauftrag. Jede Reform, die wir anstoßen, muss sich daran messen lassen.“

GESUNDHEIT

Das zweite Zukunftsgespräch führte ins Landesklinikum Mauer, zu einer Frage, die ebenso jeden und jede betrifft oder betreffen wird: die Gesundheitsversorgung. Im Fokus standen dabei die großen Stärken der Gesundheitsversorgung von morgen: noch stärkere Prävention, moderne Behandlungsmöglichkeiten, die Bündelung medizinischer Spitzenkompetenz sowie neue Versorgungsmodelle, die den Menschen genau dort die richtige Unterstützung bieten, wo sie benötigt wird. Der NÖ Gesundheitsplan 2040+ bildet dafür einen wesentlichen strategischen Rahmen und verfolgt das Ziel, Qualität, Erreichbarkeit und Versorgungssicherheit langfristig auf höchstem Niveau sicherzustellen. Hinter allen Zukunftsgesprächen in den Regionen – drei weitere folgen im Herbst – steckt derselbe Ansatz. Repräsentative Umfragen, eine Schülerinnen- und Schülerbefragung sowie das „Demokratieradar“ als Langzeitstudie mit speziellem Fokus auf die Demokratie liefern die Datenbasis – das Feld der Bürgerbeteiligung wird dabei von Peter Filzmaier und Katrin Praprotnik verantwortet. Dazu erfolgt die Einordnung durch wissenschaftliche Studien unter der Leitung von Christoph Badelt: Aktuelle relevante Trends sowie Erhebungen werden analysiert, um fundierte Entscheidungsgrundlagen für die Entwicklung des Landes zu schaffen.

EIN ZIEL

Drei Ansätze, fünf Zukunftsgespräche, aber ein Ziel: ein Gesamtbild der Herausforderungen und Chancen, welche die Zukunft für das Land und die Landsleute bringen wird. Im Bewusstsein, dass niemand die Zukunft vorhersagen kann – aber gleichzeitig im Bewusstsein, dass Zukunft dort entsteht, wo man miteinander ins Gespräch kommt, Wissen zusammenführt und Verantwortung übernimmt. So wie im Jahr 1986, als im Miteinander eine mutige Entscheidung getroffen wurde. Und so soll es auch heute sein. „Zukunft braucht Wissen, Dialog und Verantwortung. ,Mein Land denkt an morgen‘ verbindet diese Elemente und macht sie für Niederösterreich nutzbar“, sagt Landeshauptfrau Mikl-Leitner. Weil genau so Zukunft beginnt: nicht mit fertigen Antworten, sondern mit den richtigen Fragen – und mit der Bereitschaft, sie gemeinsam zu stellen. 

Christian Salzmann, PERSPEKTIVEN, No. 3, Herbst 2026

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Drittes Zukunftsgespräch: Junge Stimmen, digitale Räume und lebendige Demokratie

Wie wollen junge Menschen in Niederösterreich morgen leben und mitgestalten? Und wie verändern Social Media, künstliche Intelligenz und digitale Räume unsere Demokratie?

Diesen Fragen widmete sich das dritte Zukunftsgespräch der Initiative „Mein Land denkt an morgen“ am 17. September am Campus des IMC in Krems. Unter dem Titel „Wer wollen wir morgen sein? Junge Stimmen, digitale Räume und lebendige Demokratie“ diskutierten Politikwissenschafterin Dr. Katrin Praprotnik, Bundesschulsprecherin Hannah Scheidl, Julia Eisner von der AI Factory Austria und Michael Stadlmann, Co-Founder des Innovation Circle und ehemaliger europäischer Jugenddelegierter, über Demokratie, Beteiligung und die Zukunft der jungen Generation. Moderiert wurde der Abend von Mag. Friedrich Faulhammer, Leiter der Zukunftsinitiative.

Aktuelle Ergebnisse des Demokratieradars und der Befragung niederösterreichischer Schülerinnen und Schüler zeigen: Junge Menschen stehen der Demokratie grundsätzlich positiv gegenüber und wollen ihre Zukunft und ihr Umfeld aktiv mitgestalten. Auch bei den persönlichen Zukunftsvorstellungen zeigt sich ein positives Bild: Der Wunsch nach einer eigenen Familie ist bei vielen jungen Menschen stark ausgeprägt.

Im Mittelpunkt standen echte Beteiligung, Medien- und KI-Kompetenz sowie die Frage, wie junge Menschen in Niederösterreich Verantwortung übernehmen können. Dabei wurde auch diskutiert, wie Social Media, Algorithmen und künstliche Intelligenz die politische Meinungsbildung verändern und was es für einen selbstbestimmten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Räumen braucht.

Die Erkenntnisse aus dem Zukunftsgespräch fließen gemeinsam mit den Ergebnissen aus Wissenschaft, Bürgerbeteiligung und den weiteren Zukunftsgesprächen in die Arbeit von „Mein Land denkt an morgen“ ein.

 

Denn die Zukunft Niederösterreichs entsteht gemeinsam und junge Menschen sind ein wichtiger Teil davon.

  • Teilnehmer der Podiumsdiskussion
Michael Stadlmann, Mag. Ulrike Prommer, Katrin Praprotnik, Hannah Scheidl, Julia Eisner, Friedrich Faulhammer (v.l.n.r.) 
Foto: Franz Gleiß

    Teilnehmer der Podiumsdiskussion
    Michael Stadlmann, Mag. Ulrike Prommer, Katrin Praprotnik, Hannah Scheidl, Julia Eisner, Friedrich Faulhammer (v.l.n.r.)
    Foto: Franz Gleiß

  • Ulrike Pommer
Foto: Franz Gleiß

    Ulrike Prommer
    Foto: Franz Gleiß

  • Zuhörer im Publikum
Foto: Franz Gleiß

    Zuhörer im Publikum
    Foto: Franz Gleiß

  • Zuhörer im Publikum
Foto: Franz Gleiß

    Zuhörer im Publikum
    Foto: Franz Gleiß

  • Zuhörer im Publikum
Foto: Franz Gleiß

    Zuhörer im Publikum
    Foto: Franz Gleiß

  • Diskussionsteilnehmer auf der Bühne
Foto: Franz Gleiß

    Diskussionsteilnehmer auf der Bühne
    Foto: Franz Gleiß

  • Blick auf die Bühne<br>
Foto: Franz Gleiß

    Blick auf die Bühne

  • Zuhörer stellt Publikumsfrage
Foto: Franz Gleiß

    Zuhörer stellt Publikumsfrage
    Foto: Franz Gleiß

  • Zuhörer stellt Publikumsfrage
Foto: Franz Gleiß

    Zuhörer stellt Publikumsfrage
    Foto: Franz Gleiß

  • Zuhörerin stellt Publikumsfrage
Foto: Franz Gleiß

    Zuhörer stellt Publikumsfrage
    Foto: Franz Gleiß



 

Zweites Zukunftsgespräch: Gesundheit in Niederösterreich

Die Versorgung von morgen wird heute gestaltet

Beim zweiten Zukunftsgespräch der Initiative „Mein Land denkt an morgen“ stand die Gesundheitsversorgung der Zukunft im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Worauf achten wir morgen? Gesundheit zwischen Prävention und Spitzenmedizin“ diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Medizin, Gesundheitswesen und Systemplanung gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern im Festsaal des Landesklinikums Mauer über die nächsten Entwicklungsschritte eines modernen Gesundheitssystems. 

Im Fokus standen zentrale Fragen für die kommenden Jahre: Wie kann Prävention weiter gestärkt werden? Wie bleiben hochwertige Versorgung und Erreichbarkeit auch künftig gesichert? Welche Rolle spielen medizinischer Fortschritt, Digitalisierung und neue Versorgungsmodelle? Und wie kann Spitzenmedizin so organisiert werden, dass Patientinnen und Patienten bestmöglich davon profitieren? 

Nach der Begrüßung durch Primar Dr. Christian Korbel, Ärztlicher Direktor des Landesklinikums Mauer, gab Univ.-Prof. Peter Filzmaier Einblicke in aktuelle Befragungsergebnisse der Zukunftsinitiative. Dabei wurde deutlich: Gesundheit ist ein Thema, bei dem Zukunft im Alltag der Menschen besonders konkret wird. Die Bevölkerung erwartet sich eine Versorgung, die erreichbar bleibt, hohe medizinische Qualität bietet und verständlich kommuniziert wird. Zugleich zeigen die Befragungen, dass Jugendliche grundsätzlich große Bereitschaft signalisieren, Gesundheitsberufe zu ergreifen. 

In der anschließenden Podiumsdiskussion sprachen Mag. jur. Dr. med. Elisabeth Bräutigam, Vorständin der NÖ Landesgesundheitsagentur, Univ.-Prof. Dr. Gerald Gartlehner, Leiter des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation an der Universität für Weiterbildung Krems, sowie ao. Univ.-Prof. Dr. Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH, über die Verbindung von Prävention, Versorgung, Qualität und Systemplanung.

  • Landesamtsdirektor Werner Trock, Peter Filzmaier, Elisabeth Bräutigam, Gerald Gartlehner, Herwig Ostermann, Peter Faulhammer

    Foto: Franz Gleiß

  • Publikum

    Foto: Franz Gleiß

  • Blick in den Saal

    Foto: Franz Gleiß

  • Elisabeth Bräutigam, Gerald Gartlehner, Herwig Ostermann

    Foto: Franz Gleiß

  • Publikum und Podium

    Foto: Franz Gleiß

  • Publikumsfrage

    Foto: Franz Gleiß

  • Peter Faulhammer, Herwig Ostermann, Elisabeth Bräutigam, Gerald Gartlehner

    Foto: Franz Gleiß

  • Zuhörer

    Foto: Franz Gleiß

  • Peter Filzmaier, Gerald Gartlehner, Elisabeth Bräutigam, Herwig Ostermann bei der Podiumsdiskussion

    Foto: Franz Gleiß



 

Erstes Zukunftsgespräch in Kottingbrunn

„Zukunftsfit verwalten: Service, Tempo, Vertrauen"

Beim ersten Zukunftsgespräch der Zukunftsinitiative „Mein Land denkt an morgen“ stand in Kottingbrunn die Frage im Mittelpunkt, wie Verwaltung künftig schneller, moderner und zugleich bürgernah gestaltet werden kann. Unter dem Titel „Zukunftsfit verwalten: Service, Tempo, Vertrauen“ diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung und Gemeinden gemeinsam mit dem Publikum über konkrete Reformansätze für Niederösterreich.

 Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Christian Macho präsentierten die Wissenschaftler Christoph Badelt, Peter Filzmaier und Katrin Praprotnik aktuelle Analysen zu Verwaltung, Digitalisierung und Demokratievertrauen. Dabei wurde deutlich, dass sich die Bevölkerung sowohl moderne digitale Angebote als auch persönliche Erreichbarkeit und verständliche Behördenwege wünscht.

 In der anschließenden Podiumsdiskussion betonten der Niederösterreichische Landesamtsdirektor Werner Trock, Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl und E-Governance-Experte Peter Parycek die Bedeutung einer leistungsfähigen, KI-gestützten und gleichzeitig menschennahen Verwaltung. Ziel sei es, Niederösterreich zum modernsten und schnellsten Bundesland zu machen, ohne dabei den persönlichen Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern zu verlieren. Niederösterreich verfolgt dabei mit der Aufgabenreform und der konsequenten Weiterentwicklung der Landesverwaltung ein ambitioniertes Projekt zur Effizienzsteigerung, das in dieser Form in Österreich einzigartig ist. Im Fokus stehen dabei vereinfachte Abläufe, schnellere Services und ein noch gezielterer Einsatz von Ressourcen.

 Moderiert wurde der Abend von Friedrich Faulhammer, dem Leiter der Zukunftsinitiative. Die Veranstaltung bildete den Auftakt einer Reihe von insgesamt fünf Zukunftsgesprächen im Jahr 2026, die sich jeweils einer zentralen Zukunftsfrage Niederösterreichs widmen. Die Ergebnisse der Diskussionen, einschließlich aktiver Rückmeldungen des Publikums, fließen direkt in die weitere Arbeit der Initiative ein.



 

Wie junge Menschen Demokratie sehen: Diskussion mit Politik und Wissenschaft

Im Bildungshaus St. Hippolyt diskutierten am 29. April mehr als 150 Schülerinnen und Schüler mit Vertreterinnen und Vertretern aller im niederösterreichischen Landtag vertretenen Parteien über die Zukunft der Demokratie. Veranstaltet wurde die Podiumsdiskussion von der Landesschülervertretung Niederösterreich mit Unterstützung der Zukunftsinitiative „Mein Land denkt an morgen“.

Im Mittelpunkt standen Fragen, die junge Menschen unmittelbar betreffen: politische Mitbestimmung, direkte Demokratie, politische Bildung sowie der Umgang mit Social Media. Die Schülerinnen und Schüler brachten sich engagiert ein und formulierten klare Standpunkte zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen.

Für eine fundierte Grundlage sorgten die Politikwissenschafter Peter Filzmaier und Katrin Praprotnik. Präsentiert wurden aktuelle Ergebnisse aus der niederösterreichischen Schülerbefragung sowie dem Demokratieradar. Die Daten zeigen: Junge Menschen sehen ihre Gemeinde und ihre Region überwiegend positiv, während internationale Entwicklungen häufiger mit Skepsis betrachtet werden. Diese Beobachtung bildete einen wichtigen Ausgangspunkt für die intensiv geführte Diskussion.

Die Veranstaltung machte deutlich, worum es der Initiative „Mein Land denkt an morgen“ geht: Demokratie lebt vom Dialog. Durch regelmäßige Befragungen und offene Gesprächsformate soll Bürgerbeteiligung in Niederösterreich langfristig gestärkt und Zukunft aktiv gemeinsam gestaltet werden. Univ.-Prof. Peter Filzmaier und Dr. Katrin Praprotnik brachten die Bedeutung der Veranstaltung auf den Punkt: „Veranstaltungen wie diese sind kein Nice-to-have, sie sind ein Teil demokratischer Kultur. Wenn junge Menschen mit Politikerinnen und Politikern in echten Austausch treten, erleben sie Demokratie nicht als abstraktes Konzept, sondern als gelebte Praxis. Gerade für Niederösterreich, das mit der Initiative „Mein Land denkt an morgen“ konsequent in die Zukunft denkt, sind solche Dialogformate ein wichtiges Signal. Denn die Jugend von heute gestaltet das Niederösterreich von morgen. Das gelingt freilich nur, wenn Demokratievermittlung und politische Bildungsarbeit nicht bei Schülerinnen und Schülern aufhört, sondern als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird, der sich alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig von ihrem Alter und Bildungsweg stellen müssen.“

  • Peter Filzmair, Katrin Praprotnik und Schülervertreter der LSV NÖ

    Foto: LSV

  • Peter Filzmair, Katrin Praprotnik

    Foto: Franz-Peter Hauser

  • Peter Filzmair, Katrin Praprotnik

    Foto: Franz-Peter Hauser

  • Peter Filzmair, Katrin Praprotnik

    Foto: Franz-Peter Hauser

  • Publikum

    Foto: Franz-Peter Hauser

  • Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmer

    Foto: Franz-Peter Hauser


 

Mein Land denkt an morgen: Zukunftsgespräche bringen Studien, Meinungen und Politik zusammen

Mit der Zukunftsinitiative „Mein Land denkt an morgen“ setzt Niederösterreich 2026 die strukturierte Auseinandersetzung mit zentralen Zukunftsfragen fort. Im Mittelpunkt stehen die Zukunftsgespräche, bei denen wissenschaftliche Analysen, Ergebnisse aus Bürgerbefragungen und politische Fragestellungen zusammengeführt und öffentlich diskutiert werden.

mehr Informationen

 

Zukunftsgespräche mit Expertinnen und Experten, Stakeholdern sowie Mitgliedern der Landesregierung 

In Diskussionsrunden mit Expertinnen und Experten sowie politischen Vertretern aus Niederösterreich werden relevante Themen erörtert und Lösungsansätze entwickelt.

Zukünftige Veranstaltungsformate befinden sich aktuell in Planung.

 

Rückblick: Veranstaltungen zur Landesstrategie NÖ 2030



 

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