In Niederösterreich ist uns bewusst: Die Zukunft gestalten wir am besten gemeinsam. Deshalb setzen wir unsere Initiative „Mein Land denkt an morgen“ fort – ein Bekenntnis zu nachhaltigem Fortschritt und aktiver Mitgestaltung.
Niederösterreich für kommende Generationen lebenswert und zukunftsfähig machen.
Im Zentrum stehen drei zentrale Zukunftsfelder, wo wir gemeinsam mit der Bevölkerung und führenden Expertinnen und Experten an den niederösterreichischen Zukunftsfragen arbeiten werden. Dabei setzen wir auf einen offenen Dialog: Durch umfassende Befragungen der Bürgerinnen und Bürger, die Auswertung und Zusammenführung zahlreicher wissenschaftlicher Studien und durch inspirierende Zukunftsgespräche schaffen wir eine solide Grundlage, um gemeinsam konkrete Maßnahmen abzuleiten.
Unser Ziel ist es, mit den gesammelten Erkenntnissen richtungsweisende Entscheidungen zu treffen, die Niederösterreich für kommende Generationen lebenswert und zukunftsfähig machen.
Die Initiative wird sich weiterhin an den fünf zentralen Fragen orientieren, die bereits den ursprünglichen Prozess geprägt haben:
Durch regelmäßige Befragungen der Bevölkerung werden die Meinungen und Bedürfnisse der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher kontinuierlich in den Entwicklungsprozess einfließen. Dazu gibt es drei unterschiedliche Studien: die Repräsentativbefragung der Bürgerinnen und Bürger, die Befragung der Schülerinnen und Schüler und das Demokratieradar als Langzeitstudie mit speziellem Fokus auf unsere Demokratie.
"Diese Initiative ist ein Paradebeispiel für Bürgerbeteiligung. Es geht darum, die Ansichten der Menschen nicht nur zu hören, sondern sie systematisch in politische Entscheidungen einzubinden."
"Mit dem Demokratieradar begleiten wir langfristig die Einstellungen der Bevölkerung zu Demokratie, Beteiligung und politischer Kultur. Das zeigt uns Entwicklungen und Veränderungen über die Zeit hinweg, ein wichtiger Beitrag zu einer weitsichtigen Politikgestaltung."
Aktuelle relevante Trends sowie Studien werden analysiert, um fundierte Entscheidungsgrundlagen für die Entwicklung des Landes zu schaffen.
"Nur mit fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen können wir die richtigen Weichen für Niederösterreichs wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung stellen. 'Mein Land denkt an morgen' schafft die Basis für vorausschauendes Handeln."
Beim ersten Zukunftsgespräch der Zukunftsinitiative „Mein Land denkt an morgen“ stand in Kottingbrunn die Frage im Mittelpunkt, wie Verwaltung künftig schneller, moderner und zugleich bürgernah gestaltet werden kann. Unter dem Titel „Zukunftsfit verwalten: Service, Tempo, Vertrauen“ diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung und Gemeinden gemeinsam mit dem Publikum über konkrete Reformansätze für Niederösterreich.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Christian Macho präsentierten die Wissenschaftler Christoph Badelt, Peter Filzmaier und Katrin Praprotnik aktuelle Analysen zu Verwaltung, Digitalisierung und Demokratievertrauen. Dabei wurde deutlich, dass sich die Bevölkerung sowohl moderne digitale Angebote als auch persönliche Erreichbarkeit und verständliche Behördenwege wünscht.
In der anschließenden Podiumsdiskussion betonten der Niederösterreichische Landesamtsdirektor Werner Trock, Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl und E-Governance-Experte Peter Parycek die Bedeutung einer leistungsfähigen, KI-gestützten und gleichzeitig menschennahen Verwaltung. Ziel sei es, Niederösterreich zum modernsten und schnellsten Bundesland zu machen, ohne dabei den persönlichen Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern zu verlieren. Niederösterreich verfolgt dabei mit der Aufgabenreform und der konsequenten Weiterentwicklung der Landesverwaltung ein ambitioniertes Projekt zur Effizienzsteigerung, das in dieser Form in Österreich einzigartig ist. Im Fokus stehen dabei vereinfachte Abläufe, schnellere Services und ein noch gezielterer Einsatz von Ressourcen.
Moderiert wurde der Abend von Friedrich Faulhammer, dem Leiter der Zukunftsinitiative. Die Veranstaltung bildete den Auftakt einer Reihe von insgesamt fünf Zukunftsgesprächen im Jahr 2026, die sich jeweils einer zentralen Zukunftsfrage Niederösterreichs widmen. Die Ergebnisse der Diskussionen, einschließlich aktiver Rückmeldungen des Publikums, fließen direkt in die weitere Arbeit der Initiative ein.
Im Bildungshaus St. Hippolyt diskutierten am 29. April mehr als 150 Schülerinnen und Schüler mit Vertreterinnen und Vertretern aller im niederösterreichischen Landtag vertretenen Parteien über die Zukunft der Demokratie. Veranstaltet wurde die Podiumsdiskussion von der Landesschülervertretung Niederösterreich mit Unterstützung der Zukunftsinitiative „Mein Land denkt an morgen“.
Im Mittelpunkt standen Fragen, die junge Menschen unmittelbar betreffen: politische Mitbestimmung, direkte Demokratie, politische Bildung sowie der Umgang mit Social Media. Die Schülerinnen und Schüler brachten sich engagiert ein und formulierten klare Standpunkte zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen.
Für eine fundierte Grundlage sorgten die Politikwissenschafter Peter Filzmaier und Katrin Praprotnik. Präsentiert wurden aktuelle Ergebnisse aus der niederösterreichischen Schülerbefragung sowie dem Demokratieradar. Die Daten zeigen: Junge Menschen sehen ihre Gemeinde und ihre Region überwiegend positiv, während internationale Entwicklungen häufiger mit Skepsis betrachtet werden. Diese Beobachtung bildete einen wichtigen Ausgangspunkt für die intensiv geführte Diskussion.
Die Veranstaltung machte deutlich, worum es der Initiative „Mein Land denkt an morgen“ geht: Demokratie lebt vom Dialog. Durch regelmäßige Befragungen und offene Gesprächsformate soll Bürgerbeteiligung in Niederösterreich langfristig gestärkt und Zukunft aktiv gemeinsam gestaltet werden. Univ.-Prof. Peter Filzmaier und Dr. Katrin Praprotnik brachten die Bedeutung der Veranstaltung auf den Punkt: „Veranstaltungen wie diese sind kein Nice-to-have, sie sind ein Teil demokratischer Kultur. Wenn junge Menschen mit Politikerinnen und Politikern in echten Austausch treten, erleben sie Demokratie nicht als abstraktes Konzept, sondern als gelebte Praxis. Gerade für Niederösterreich, das mit der Initiative „Mein Land denkt an morgen“ konsequent in die Zukunft denkt, sind solche Dialogformate ein wichtiges Signal. Denn die Jugend von heute gestaltet das Niederösterreich von morgen. Das gelingt freilich nur, wenn Demokratievermittlung und politische Bildungsarbeit nicht bei Schülerinnen und Schülern aufhört, sondern als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird, der sich alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig von ihrem Alter und Bildungsweg stellen müssen.“
Mit der Zukunftsinitiative „Mein Land denkt an morgen“ setzt Niederösterreich 2026 die strukturierte Auseinandersetzung mit zentralen Zukunftsfragen fort. Im Mittelpunkt stehen die Zukunftsgespräche, bei denen wissenschaftliche Analysen, Ergebnisse aus Bürgerbefragungen und politische Fragestellungen zusammengeführt und öffentlich diskutiert werden.
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